Griechenland 2005

Dies ist unser erster Reisebericht, der tagesaktuell zur Verfügung steht. Wir versuchen, diesen Bericht jeden, oder wenigstens jeden zweiten Tag zu aktualisieren. Teilweise aktualisiere ich die Seite des aktuellen Tages auch mehrfach. Es lohnt sich also, bei mehrfachen Besuchen dieses Reiseberichts mittels Refresh-Schaltfläche zu überprüfen, ob sich der Seiteninhalt nochmals geändert hat. Der Upload der Seiten erfolgt über Handy mittels GPRS. Natürlich ist das Ganze eine Spielerei, aber technische Spielereien interessieren mich (Achim) schon immer.

Wir sind natürlich auch über Email erreichbar. Wenn ihr uns also etwas fragen möchtet – nur zu. Wir werden versuchen, alle Fragen zu beantworten. Vielleicht helfen unsere Informationen bei der Planung eurer eigenen Tour. Und wenn Ihr einen Tipp für uns habt, dann freuen wir uns natürlich besonders.

Ich illustriere den Bericht teilweise mit Kartenauszügen. Diese Abbildungen erstelle ich mit der Software Garmin MapSource. Dieses Programm verwende ich in Verbindung mit meinem Garmin GPSMap 60CS und den Garmin City Select Europa Straßenkarten in der Version 6.0. Mit MapSource plane ich den Streckenverlauf der einzelnen Etappen und speichere die aufgezeichneten Tracks, sowie die unterwegs erstellten Wegpunkte ab. Die abgebildeten Kartenausschnitte verwende ich mit freundlicher Genehmigung der GPS GmbH. Die während der Fahrt aufgezeichnete und zusammengefasste Tracklog-Datei werde ich am Ende unserer Tour an dieser Stelle zum Herunterladen anbieten.

Und jetzt viel Spaß bei der virtuellen Begleitung unserer Reise!

Euer Achim

Mittwoch, 27. Juli 2005

Um 4:50 reißt mich der Wecker aus dem Schlaf. "Es ist das letzte Mal", motiviere ich mich selbst und stehe auf. Einen halben Arbeitstag habe ich noch vor mir. Um 12 Uhr Mittags ist es geschafft. Ich genieße das letzte Mal den Kantinenfraß und verabschiede mich dann von den Kollegen. Jetzt schnell nach Hause, die letzten Dinge ins Wohnmobil geräumt und nichts wie weg. So viel zur Theorie. In der Praxis sieht es etwas anders aus. Annemarie ist noch lange nicht fertig und auch ich stelle fest, dass ich in der letzten Tage zwar so gut wie alles vorbereitet habe, aber ein wichtiges Detail fehlt. Und so muss ich mich nochmals auf meinen C1 schwingen, um das Fehlende zu besorgen.

Es ist 17:30Uhr, als wir endlich aufbrechen können. Kurz nach der Abfahrt die üblichen Fragen: haben wir auch wirklich alles dabei? Nein, es wird schon nichts fehlen. Die wichtigen Dinge sind auf jeden Fall dabei, und wenn wirklich etwas fehlen sollte, dann kann man es auch einkaufen.

Auf dem Weg zur Schweizer Grenze liegen noch zwei Caches, die wir als willkommene Fahrtunterbrechung nutzen.

Blick auf die Hegauvulkane beim MoCache15-Cappuccino (N47 52.996 E8 43.664)

Gegen 21:30 Uhr überqueren wir die Grenze zur Schweiz an einem winzigen Übergang. Der nächste Cache auf unserem Weg heißt Hochrhy und liegt direkt am Rhein. Allerdings ist es schon dunkel, als wir ankommen und so beschließen wir, auf einem schönen, ebenen Parkplatz in Flußnähe zu übernachten (N47 41.589 E8 43.069). Der Cache wird morgen früh gehoben.

Donnerstag, 28. Juli 2005

In der Nacht zieht ein Gewitter über uns hinweg. Es blitzt und donnert unentwegt. Aber es fallen nur ein paar vereinzelte Regentropfen. Im übrigen ist unser heutiger Übernachtungsplatz herrlich ruhig.

Am frühen Morgen. Alles schläft, einer wacht…

Gegen 7:30 klingelt das Handy. Bis ich kapiert habe, dass das Klingeln von meinem Telefon kommt und mich aus dem Bett geschält habe, hat der Anrufer bereits aufgegeben. Ich schaue nach, wessen Telefonnummer gespeichert wurde: es ist eine Nummer unserer Firma, aber keine der Nummern, die wichtig wären. Vielleicht rufe ich später zurück. Aber wenn ich nun schon wach bin, könnte ich eigentlich einen kleinen Morgenspaziergang unternehmen. Der Rest der Familie schläft noch und das ist gut so. Leise ziehe ich mich an und schleiche mich aus dem Wohnmobil. Die Sonne brennt bereits zu dieser frühen Stunde kräftig vom Himmel. Der Weg zum Cache führt am Rhein entlang. Hier hat der Kanuclub Schaffhausen einen kleinen privaten Campingplatz. Im ruhigen Wasser liegen Ruderboote und gelangweilte Stechmücken warten auf Opfer.

Morgendliche Idylle am Rhein…

Ich kämpfe mich durch ganze Stechmückengeschwader zum Cache durch, der in Ufernähe in einem hohlen Baumstumpf versteckt ist.

Als ich zum Wohnmobil zurück komme, laufen bereits die Vorbereitungen zum Frühstück. Nachdem die Kids auch endlich aus dem Bett sind, frühstücken wir gemeinsam gemütlich und machen uns danach fertig für die Weiterfahrt.

Unsere Route führt uns über Zürich Richtung Süden. Immer wieder halten wir an, um einen Cache zu suchen. Ich habe bereits vor Reiseantritt einige Caches direkt an der Strecke herausgesucht und eingeplant. Unterwegs huscht manchmal aber auch ein Schatzkistensymbol über das GPS-Gerät. Wenn die Aufgabe nicht zu kompliziert aussieht und auch ein Parkplatz für unser Schlachtschiff zu finden ist, halten wir an und machen uns auf die Suche. Das ist unsere heutige Ausbeute:

Bei Peter Pan & Wendy (N47 16.715 E8 33.443)

Fabian am Lorze Cache (N47 12.214 E8 32.048)

Aussicht vom Cache WunderBaar (N47 11.063 E8 33.151)

Ziemlich verschwitzt kommen wir am Ägerisee vorbei, und beschließen spontan ins Wasser zu springen, um uns abzukühlen. Das tut gut!

Toben im Ägerisee (N47 08.077 E8 36.533)

Nach ausgiebigen Bad bereitet Annemarie im Wohnmobil des Abendessen zu, während die Kinder auf den nahe gelegenen Spielplatz gehen. Ich nutze die Zeit und setze mich mit dem Notebook an einen Steintisch im Schatten des Spielplatzes. So habe ich die Kinder im Auge und kann die gefundenen Caches im Internet loggen.

Die Reise war bis jetzt sehr angenehm. Obwohl wir bereits einige Kilometer hinter uns gebracht haben, macht uns die Fahrerei bis jetzt überhaupt nichts aus. Der magische Satz "Wann sind wir endlich da?" ist noch nicht gefallen.

Nach dem Abendessen brechen wir nochmals auf. Der für heute geplante Übernachtungsplatz liegt auf 2100 Metern und wird angenehm kühl sein. Ca. 60 Kilometer sind es noch bis zum Sankt Gotthardpass. Wir haben vor, über den Pass zu fahren, denn oben gibt es – was sonst – auch einen Cache. Und überhaupt: unten durchfahren kann jeder. Auf dem Pass angekommen, ziehen wir uns warm an und machen uns auf den Weg. Ca. 600 Meter sind es nur vom Wohnmobil zum Cache, aber es geht ganz schön bergauf. Wir müssen uns beeilen, denn es ist bereits 20:30 Uhr, als wir aufbrechen. Es wird schnell dunkel in den Bergen.

Aufstieg zum Cache. Unten sieht man den Gotthardpass.

Sarah und Fabian finden die versteckte Dose. Schnell tragen wir uns in das Logbuch ein und treten den Rückweg an. Es ist lausig kalt hier oben! Der Wind pfeift so stark, dass es in den Ohren zu schmerzen beginnt. Trotzdem macht uns allen die Kletterei einen Riesenspaß.

Zurück im Wohnmobil essen wir zu Abend und kurze Zeit später sind alle ins Bett verschwunden. Nur ich sitze noch am Notebook, um unsere heutigen Erlebnisse festzuhalten und die Fotos zu versorgen. Es war ein aufregender und anstrengender Tag. Die Kinder schlafen sofort ein und auch von Annemarie hört man nach zwei Minuten nichts mehr.

Freitag, 29. Juli 2005

Erst um 8:30 Uhr wachen wir auf. Eigentlich hätte ich viel früher aufstehen wollen, denn ich befürchte, als rollendes Verkehrshindernis den Pass hinunter zu schleichen. Ich kann den Bergpass höchstens im 3. Gang hinunterfahren, weil das Wohnmobil sonst zu schnell wird und ich zu viel bremsen muss. Bei dieser Masse besteht die Gefahr, dass die Bremsen heiß werden und ausfallen.

So überquerte man in früheren Zeiten die Alpen. Diese alte Postkutsche steht mitten im See an der Passhöhe.

Aber die südliche Passseite ist gut ausgebaut und es ist noch nicht viel Verkehr, sodass wir ohne Probleme im Tal ankommen. Auf dem Rasthof Gotthardo Süd (N46 30.918 E8 39.981) halten wir an, um zu frühstücken.

Sarah beim Frühstück

Nach ausgiebigem Frühstück mit anschließender Morgenhygiene geht die Fahrt weiter. Nächster Halt: Bellinzona. Annemarie möchte noch in der Schweiz einkaufen, es gibt hier einen Cache und Annemarie hat Zahnschmerzen. Die hatte sie zwar auch schon zu Hause, aber jetzt sind sie wohl so stark, dass sie unbedingt jetzt, hier in Bellinzona, zum Zahnarzt muss. Wir Männer (Fabian und ich) sitzen im Wohnmobil und warten auf die Frauen (Annemarie und Sarah), die erst zum Einkaufen und dann zum Zahnarzt gehen. Der hiesige Zahnarzt soll sehr gut sein, hat eine Dame im Supermarkt gemeint und Annemarie die Adresse gegeben.

Fabian und ich warten einige Zeit und beschließen dann, in der Zwischenzeit den Cache zu suchen. Über Funk, Sarah hat unser zweites Funkgerät dabei, geben wir den beiden Frauen Bescheid und machen uns auf den Weg. Unser Ziel ist die Burg Montebello, in welcher der Cache versteckt sein soll. Von unseren Parkplatz hinauf zur Burg sind es zweieinhalb Kilometer, aber die Strecke ist mit 14% ziemlich steil. An der Burg angekommen, verschlägt es uns fast die Sprache. Die Burg Montebello ist eine absolut vollständig erhaltene Burganlage mit Burggraben, Zugbrücke, Innen- und Außenmauer und allem, was sonst noch zu einer Burg dazugehört. Fabian ist restlos begeistert. Bis jetzt hatte er immer nur Burgruinen zu sehen bekommen. Wir finden den Schatz im hintersten Winkel der Anlage an der Außenmauer. Es ist Fabian, der den lockeren Stein in der Mauer bemerkt, ihn heraus zieht und dahinter eine kleine Plastikdose zum Vorschein bringt.

Fabian auf der Zugbrücke.

Über Funk erfahren wir, dass Annemarie inzwischen fertig ist. Schnell machen wir uns auf dem Rückweg zum Parkplatz. Annemarie und Sarah haben eine Pizza mitgebracht. Nachdem wir diese gegessen haben, machen wir uns auf den Weg. Es ist jetzt 13:30Uhr und einen Teil der Strecke möchte ich heute schon noch hinter uns bringen. Wir tanken noch in Bellinzona und begeben uns dann auf die Autobahn. Den Tempomat auf 100 km/h eingestellt, schnurrt unser Wohnmobil darin, und spult die Kilometer unter sich ab.

Der Zahnarzt hatte bei Annemarie eine Entzündung des Zahnfleisches festgestellt. Eigentlich hatte Annemarie schon befürchtet, der Zahnarzt werde den kranken Zahn ziehen. Sie hat jetzt noch einige Schmerzen, aber wenn die akute Entzündung abklingt, werden auch die Schmerzen nachlassen, so hoffen wir.

In Italien gibt es nicht so viele Caches. Der nächste, den ich auf unserer Route heraus gesucht habe, befindet sich bei Lodi (N45 17.625 E9 27.132). Hier verlassen wir also die Autobahn und begeben uns in die Nähe des Caches. Der Fußweg dorthin, führt uns kreuz und quer durch Maisfelder.

Urwaldatmosphäre auf dem Weg zum Cache.

Trotz einiger Suche am angegebenen Zielpunkt finden wir den Schatz nicht. Also kehren wir unverrichteter Dinge zum Wohnmobil zurück. Das macht aber nichts, wir haben uns etwas bewegt und können nun die Fahrt fortsetzen. Wieder spulen wir knapp 200 km ab. Das Denkmal eines Autobahn Rastplatzes (N44 40.627 E10 48.973) enthält unseren nächsten Cache auf der Strecke. Wir erreichen den Platz genau zum richtigen Zeitpunkt für das Abendessen. Während die Kinder und ich den Schatz suchen, deckt Annemarie den Tisch.

Fabian hat den Cache gefunden.

Nach dem Essen gehen die Kinder zu Bett. Gestern Abend war es spät und so ist es gut, wenn sie heute bereits um 20 Uhr schlafen gehen. Ich möchte noch ein Stück weiter fahren, und möglichst viele Kilometer hinter uns bringen. Als die Kinder schlafen, klemme ich mich also wieder hinter das Lenkrad. Eigentlich hatten wir noch zwei Caches auf der Strecke vorgesehen, aber der Verkehr fließt, die Kinder schlafen und so nutzen wir die Gunst der Stunde, um Kilometer zu fressen. Kurz hinter Rimini tanken wir nochmals voll. Nachts um 2:30 Uhr erreichen wir den Strand am Gargano, den wir letztes Jahr entdeckt hatten. Todmüde falle ich ins Bett. Unser Wohnmobil steht direkt am Strand und das Geräusch der Wellen dringt leise durch die offenen Dachluken. Fabian erwacht kurz und fragt mich "Sind wir schon am Meer?". Ich kann nur noch "ja" brummen und bin schon eingeschlafen.

Samstag, 30. Juli 2005

Als ich heute Morgen erwache, ist es bereits 9:30 Uhr und von den Kindern keine Spur mehr. Die waren heute Morgen völlig überrascht, als sie aus dem Fenster schauten. Zum frühstücken war keine Zeit mehr. So schnell, wie sie aus dem Bett waren, hatten die Kleinen schon die Badehose an und waren auf dem Weg zum Wasser.

Den heutigen Tag erholen wir uns am Strand. Dabei müssen wir höllisch aufpassen, dass wir Bleichgesichter uns nicht gleich am ersten Tag verbrennen. Für die Kinder stellen wir den Sonnenschirm direkt am Wasser auf, so dass sie im Sand spielen können, ohne sich zu verbrennen.

Der erste Strand…

Der Strand ist klein, aber sauber und nicht so überlaufen. Genau das Richtige für einen Badetag als Ausgleich für die Fahrerei. Allerdings ist das Parken hier nicht mehr, wie noch im letzten Jahr, kostenlos. Überall stehen jetzt Schilder, die den Strand als Sosta Camper ausweisen. 20 Euro sollen 24 Stunden kosten. Diesen Betrag ist der Strand allerdings nicht wert.

Eine zufriedene Tochter

Über Mittag holen wir die Kinder ins Wohnmobil. Die Sonne brennt unbarmherzig vom Himmel und zu viel Sonne am ersten Tag ist nicht gut.

Im Urlaub kommt Fabians Gameboy wieder zu Ehren.

Ich ziehe mich auch ins Wohnmobil zurück, um am Reisebericht zu schreiben. Allerdings klappt das Hochladen nicht, denn hier gibt es keinen Handyempfang.

Bei einer Wendeaktion gestern Nacht ging ein Rücklicht der Motorradrampe zu Bruch. Annemarie flickt es mit Klebeband.

Um 17:30 Uhr brechen wir wieder auf. Wir wollen weiter nach Villanova. 260 km sind es bis dort hin. Und wir möchten lieber weg hier, bevor wirklich jemand kommt und 20 Euro für den heutigen Tag am Strand verlangt.

Bei Cerignola legen wir einen Tankstopp ein und essen gleich anschließend zu Abend. Ich nutze die gute Handyverbindung, um den Reisebericht der letzten zwei Tage hoch zu laden. Die Kinder gehen zu Bett und wir setzen die Fahrt fort. Auf der Umgehungsstrasse um Bari herum staut sich der Verkehr etwas. Um 22:50 Uhr erreichen wir den Strand von Villanova. Kein einziges Wohnmobil steht hier. Annemarie ist deswegen etwas beunruhigt. Sie fragt sich, was sich in diesem Jahr verändert hat. Letztes Jahr waren einige Mobile an diesem Strand. Mir ist das egal. Der Strand ist ohnehin nicht schön. Wir werden hier schlafen, morgen Vormittag etwas baden und gegen Mittag nach Brindisi weiterfahren. Deshalb bin ich nicht so wählerisch.

Wir holen zwei Stühle aus dem Wohnmobil und setzen und noch etwas vors Wohnmobil, um die Abendstimmung zu genießen. Ein angenehmes Windchen streicht über das Meer und ich lasse mir die einzige Flasche deutschen Bieres schmecken, die wir im Kühlschrank haben. Das habe ich mir verdient – wir sind am Ziel. Noch ca. 30 km bis Brindisi. Hoffentlich bekommen wir morgen einen Platz auf der Fähre.

Sonntag, 31. Juli 2005

Im Schlaf registriere ich allen möglichen Krach um unser Wohnmobil herum. Ein Traktor begradigt die 20qm Sandstrand, die es hier zwischen den Felsen gibt, einige PKWs kommen und gehen, Motorräder knattern vorbei. Fabian, der neben mir geschlafen hat, erwacht von dem Lärm und beschäftigt sich mit seinem Gameboy. Ich habe noch keine Lust, aufzustehen. Annemarie geht es wohl genauso, denn auch aus dem Alkoven vernimmt man noch kein Lebenszeichen.

Plötzlich rollt eine ganze Armada PKWs heran. Man hört nur noch Türenschlagen und italienisches Geschnatter. Es ist also soweit. Die Badegäste kommen. Ich öffne die Augen und schaue Fabian ins Gesicht, der sich sogleich beschwert, dass er schon seit zwei Stunden wach ist. Wir stehen auf, cremen uns ein und gehen erst einmal ins Meer zum Baden.

Der hiesige Strand. Der Meeresgrund ist felsig und man muss sehr aufpassen, dass man sich die Füße nicht verletzt. Auf dem Felsen kleben dicke schwarze Teerklumpen. Die Kinder sind aber zufrieden. Sie finden die Felsen abenteuerlich und bauen sie in ihr Spiel ein.

Danach trinken wir unsern Frühstückskaffee bzw. -kaba unterm Sonnenschirm direkt am Meer. Wir genießen die Situation hier im Bewusstsein, dass dies nicht unser eigentliches Reiseziel ist. Gott sei Dank nicht!

Am späten Vormittag ziehe ich mich ins Wohnmobil zurück, um etwas zu schreiben, während Annemarie mit dem Fahrrad in die nahe gelegene Ortschaft Villanova fährt. Sie möchte eine Melone besorgen.

Die Mittagszeit verbringen wir alle im Wohnmobil. Draußen in der Sonne ist es unerträglich heiß. Annemarie spielt mit meinem PocketPC Solitär, und die Kinder haben ihren Gameboy in der Hand. Eigentlich wollte ich in der Mittagshitze aufbrechen und nach Brindisi fahren, aber irgendwie hat momentan keiner Lust dazu. Gegen später gehen die Kinder nochmals ins Meer, während ich alles für die Abfahrt vorbereite.

Schließlich brechen wir auf. Die restlichen 30 km bis zur Fähragentur sind schnell geschafft.

Ich nehme die Ausweise und den Geldbeutel und begebe mich an den Ticketschalter. "Ferry today is full. Tomorrow evening" bekomme ich als Antwort auf meine Frage nach einer Überfahrt nach Igoumenitsa. Die heutige Fähre ist ausgebucht. Das hat man nun von der Trödelei. "But another Ferry will depart at 19:00 with no Camping on board and not to Igoumenitsa but to Patras". Ich halte kurz mit Annemarie Rücksprache und sage dann zu. Wir könnten heute noch auf ein Schiff der GA Ferries, aber dieses hat kein Camping an Bord. Wir müssten also die Nacht an Deck verbringen. Die Kinder sind von dieser Idee völlig begeistert. "Wir dürfen heute Nacht nicht im Bett schlafen? Prima." Damit ist wieder einmal bewiesen, dass man sich immer das wünscht, was man nicht jeden Tag hat. Die Rückfahrt buche ich gleich für den 5. September, diesmal aber mit der Maritime Ways und mit Camping an Board. Während ich im Schalterraum noch die Formalitäten erledige, packt Annemarie im Wohnmobil bereits die Dinge zusammen, die man für eine Nacht an Deck so benötigt: Getränke, Fressalien, Decken, und warme Jacken (braucht man die wirklich?). 491 Euro bezahle ich dieses Jahr für die Tickets. Die Sicherheits- oder Hafengebühr kommt noch hinzu. Bei der Hinfahrt sind dies 12 Euro pro Person und 12 für das Wohnmobil.

Wir müssen uns jetzt beeilen. Es ist bereits 17:15Uhr und um 19:00Uhr legt die Fähre ab. In der Zwischenzeit müssen wir unsere Tickets noch an zwei verschiedenen Schaltern abholen. Wir fahren zum Hafen und teilen uns auf. Ich begebe mich zum Schalter der GA Ferries und Annemarie zur Maritime Ways. An meinem Schalter ist eine Menge los und als ich schließlich fertig bin, können wir direkt auf die Fähre fahren. Es ist das erste Mal, dass ich auf der Überfahrt nach Griechenland das Wohnmobil im Schiffsbauch parken muss und wir nicht darin schlafen können. Der Gedanke daran, morgen bereits in Griechenland zu sein, versüßt mir allerdings die Situation. Die Kinder sind von dem unvorhergesehenen Abenteuer begeistert und Annemarie fühlt sich an frühere Zeiten zurück erinnert, als sie mit dem Rucksack nach Griechenland unterwegs war.

Auf dem Oberdeck befinden sich viele Bankreihen. Wir sichern uns vier gegenüberliegende Bänke, groß genug, dass sich jeder von uns ausstrecken kann. Eines ist bestimmt angenehm: der Platz ist schattig und angenehm kühl. Der leichte Wind vertreibt die brütende Hitze. Im Wohnmobil steht, je nach zugewiesenem Platz auf dem Campingdeck, manchmal die Luft. Allerdings sind die Bänke hart und mit Isomatten sind wir nicht ausgestattet. Wer rechnet auch damit, dass er eine Nacht auf Holzbänken zubringen muss, wenn er mit dem Wohnmobil unterwegs ist?

Unser Platz auf dem Schiff

Wir schauen dem Ablegevorgang zu, verspeisen einen Großteil der mitgebrachten Vorräte und legen uns dann probeweise hin. Fabian ist sofort eingeschlafen. Er hat mit der Überfahrt die wenigsten Probleme. Er schläft 10 Stunden am Stück durch.

Fabian kann überall schlafen

Ich schlafe im 1-2 Stunden Rhythmus. meist wache ich auf, weil mir irgendein Körperteil höllisch weh tut und ich die Position wechseln muss. Sarah und Annemarie geistern bis 24Uhr im Schiff herum. Danach schläft Sarah auch ein. Annemarie schläft immer wieder einmal eine Stunde, verschmökert dazwischen aber einen halben Romanwälzer.

Montag, 1. August 2005

Die Nacht ist nicht gerade angenehm. Ich bin froh, als die Sonne wieder aufgeht, auch wenn ich mich wieder einmal herumdrehe um eine andere Schlafposition auszuprobieren.

Morgens um 6:00 Uhr auf hoher See…

Was soll ich auch anderes machen als schlafen? Annemarie hat ihr Buch, die Kinder den Walkman und ihre Gameboys nur ich habe kein Spielzeug dabei. Bei meinem Walkman ist der Akku leer. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich ihn heute noch brauche.

Aber an mein GPS-Gerät hatte ich gestern Abend noch gedacht. Mit diesem kann ich immer wieder unsere Position ermitteln. Ich sehe, dass wir bereits in der Nähe der Insel Lefkas sind. Wir laufen also Igoumenitsa nicht an. Ist eigentlich auch logisch, sonst hätten wir ja dort aussteigen können. Als ich später wieder auf das GPS-Gerät schaue, sehe ich, was unser Zwischenziel ist: die Insel Kefalonia. Wir legen in Sami an und ein Großteil der Passagiere verlässt das Schiff. Die Fahrt geht weiter. Noch knapp vier Stunden dauern die restlichen 100 Kilometer von Sami bis Patras. Unser Kahn fährt eine Geschwindigkeit von 26km/h. Da war das Schiff, mit dem wir letztes Jahr unterwegs waren, besser. Das schaffte eine Spitzengeschwindigkeit von 36km/h.

Um 14:00 legen wir in Patras an. Es ist geschafft! Nachdem wir unser Wohnmobil wiederhaben, fahren wir zuerst einkaufen. Die Vorräte müssen ergänzt werden. Am westlichen Ende von Patras befindet sich ein Atlantik Supermarkt. Hier halte ich an und Annemarie geht einkaufen. Als sie endlich zurück ist, fahren wir weiter Richtung Killini. Wir haben vor, die ersten Tage an Nakos' Taverne zu verbringen.

Dort angekommen, finden wir zunächst keinen Platz für unser Wohnmobil. Allerdings stellt ein freundlicher Landsmann sein Mobil etwas um, sodass wir uns auch noch an den Steilhang über den Strand stellen können. Ich stürze mich mit den Kindern noch etwas ins Meer. Danach duschen wir und gehen zu Nakos essen. Fabian flirtet gleich wieder mit Diana, der rothaarigen Tochter von Nakos, die es unserem Fabian letztes Jahr so angetan hat. Es ist noch nicht einmal 21:45Uhr, als wir schon fix und fertig ins Bett fallen. Die letzte Nacht und der heutige Tag fordern ihren Tribut. Morgen wird erst einmal am Stand relaxed.

Unser Wohnort für die nächsten zwei bis drei Tage…

Die Kinder haben sofort Anschluss gefunden.

Dienstag, 2. August 2005

Heute stürzen wir uns nach dem Aufstehen direkt ins Meer. Nach ausgiebigem Bad frühstücken wir im Schatten der Markise. Die Sonne brenn bereits am frühen Vormittag erbarmungslos. Ich hatte gestern Abend schon das Surfbrett vom Wohnmobildach geholt, und heute toben die Kinder und ich den ganzen Vormittag damit im flachen Meer herum. Das typische an diesem Küstenabschnitt ist der lange Feinsandstrand, der auch im Wasser sehr flach verläuft und erst weit draußen tiefer wird. Für Kinder ist das ideal. Sie können hier stundenlang im Wasser herum toben und tun das auch.

Das ideale Baderevier…

… und toller Bausand

Gegen Mittag holen wir die Bande in den Schatten. Die Stunden der größten Mittagshitze versuchen wir die Kinder weitestgehend aus der Sonne herauszuhalten. Fabian spielt Gameboy und Sarah flicht Freundschaftsbänder für sich und einen Jungen, den sie hier kennen gelernt hat.

Leider sind unsere neuen Bekannten von der Nordsee und haben ihren Urlaub bereits hinter sich. Morgen müssen sie zur Fähre. Wahrscheinlich werden wir dann auch etwas weiter fahren. Ich verbringe die Stunden der größten Hitze ebenfalls im Schatten. Bei der Surfbrettaktion am Vormittag habe ich mir schon einen leichten Sonnenbrand geholt. Ich nutze die Zeit, indem ich GPS-Koordinaten aus einem Reiseführer in MapSource eingebe. Ich kann mir die schönsten Stellen dann auf das GPS-Gerät überspielen und zur Navigation nutzen. Leider gibt es von Griechenland noch keine Routingkarten. Aber wenigstens die grobe Richtung zu den schönsten Stränden kann man sich zeigen lassen.

Gegen 16:30 stürzen wir uns wieder ins Meer. Wie lange ich mit den Kindern auf dem Surfbrett herumtobe, kann ich gar nicht sagen. Es müssen jedoch Stunden sein. Danach dusche ich und geselle mich zu Annemarie, die den ganzen Tag mit unseren Wohnmobilnachbarn zusammen steht und palavert. Wir verbringen den restlichen Tag mit Unterhaltungen und Baden. Die Kinder toben im Wasser herum, bis es dunkel wird. Eigentlich müssten sie schon Schwimmhäute zwischen den Fingern haben.

In der untergehenden Sonne

Am Abend bestehen die Kinder darauf, dass wir wieder ins Restaurant gehen. Sarah hofft, ihren neuen Freund dort zu treffen und Fabian ist sowieso am liebsten dort, um zu helfen und mit Diana zu flirten.

Fabian hat einen kleinen Gecko gefangen

Nach dem Essen spielen wir noch eine Runde Uno und gehen dann zum Wohnmobil zurück. Unsere Nachbarn bringen eine Flasche Wein und wir unterhalten uns bis spät in die Nacht. Es ist eine laue Nacht mit sternklarem Himmel. Eine der griechischen Nächte, die ich so liebe. Im Hintergrund rauscht das Meer. Es ist 3:30Uhr, als wir endlich zu Bett gehen.

Mittwoch, 3. August 2005

Mitten in der Nacht, es ist etwa 9:00 Uhr, erwache ich aus dem Tiefschlaf, weil neben uns der Wohnmobilmotor angelassen wird. Unsere Nachbarn fahren weg. Ich stehe auf, um mich zu verabschieden. Dass sie heute aufbrechen, wussten wir, aber so früh? Nein, sie wechseln nur den Standort, damit sie nicht von den griechischen PKWs der Badegäste zugeparkt werden. Aufbruch ist erst um 12:00 Uhr.

Ich gehe mit den Kindern baden. Am frühen Morgen ist das Meer spiegelglatt. Wir toben wieder mit dem Surfbrett herum, bis es Frühstück gibt.

Unser Wohnmobil haben wir jetzt, wo unsere Nachbarn nicht mehr hier stehen, etwas günstiger parken können und haben jetzt einen Logenplatz am Strand. Wir sitzen unter der Markise mit direktem Blick aufs Meer und schauen den Kindern zu, die unter uns im seichten Wasser plantschen.

Auf unserer Terrasse

Am Nachmittag muss ich überraschenderweise etwas Geschäftliches erledigen. Ich rufe meine Emails ab und entdecke darunter eine Mail mit der Bitte um eine Programmänderung. Ich packe das Notebook aus, ändere das Programm ab und schicke es per Email weg. Es hat sein Gutes, im Urlaub über eine Internetverbindung zu verfügen.

Die Kinder verbringen den ganzen Nachmittag in der Taverne. Lediglich Fabian leistet mir zwischendurch einmal Gesellschaft im Wasser. Mit dem Surfbrett herumzutoben gehört zu seinen Lieblingsbeschäftigungen.

Fabians Fallstudien:

Früh übt…

… sich, was…

… ein guter Surfer…

… werden will.

Am späten Nachmittag kommt ein heftiger Wind auf. Annemarie und ich können gerade so noch die Markise retten. Ich hoffe, dass wir sie wirklich gerettet haben, denn einfahren lässt sie sich nicht mehr so problemlos. Das kann aber auch am starken Wind liegen.

Der Wind bringt auch eine starke Brandung mit sich. In der Abenddämmerung gehen die Kinder und ich ins Meer um gegen die Wellen zu kämpfen. Teilweise sind die Brecher mannshoch. Fabian und Sarah haben mächtig zu kämpfen um sich gegen die Wassermassen zur Wehr zu setzen und ihre Badehosen anzubehalten. Heute Abend ziehen wir uns ins Wohnmobil zurück, weil der Wind doch etwas zu stark ist, um gemütlich draußen zu sitzen. Außerdem war die letzte Nacht etwas zu kurz und die Müdigkeit treibt uns beizeiten ins Bett.

Donnerstag, 4. August 2005

Der starke Wind hat über Nacht nicht nachgelassen sondern zugelegt. Heute morgen bekomme ich die Wohnmobiltür kaum auf, so stark bläst der Wind vom Meer her. Wenn man im Wohnmobil liegt, hat man den Eindruck, auf einem Schiff zu sein, denn es schaukelt beständig. Staubfahnen werden über den Platz getrieben. Wir wollten heute ohnehin weiterfahren, aber der Wind macht uns den Abschied von diesem schönen Strand leichter.

Staubfahnen jagen über den Platz. Man wird sandgestrahlt, wenn man sich ins Freie begibt.

Am Morgen finde ich eine SMS unserer Freunde, der Familie Fritz auf meinem Handy. Sie sind ebenfalls auf dem Weg nach Brindisi und gestern Abend um 23:45 in Brindisi eingetroffen. Sie hoffen, dass sie heute einen Platz auf der Fähre bekommen. Wir hatten Familie Fritz vor zwei Jahren am Gargano kennen gelernt und seither immer wieder Emailkontakt gehabt. Dieses Jahr haben sie unseren letztjährigen Reisebericht als Anleitung verwendet, um selbst auf diesem Wege nach Griechenland zu fahren. Wenn sich unsere Routen nicht allzu sehr unterscheiden, könnte es gut sein, dass wir uns treffen.

Ich räume unsere Sachen auf und wuchte das Surfbrett aufs Dach, was bei diesem starken Wind keine ganz leichte Sache ist. Überhaupt ist das Verschnüren von zwei Surfbrettern eine ziemlich aufwändige Angelegenheit. Ich habe dieses Jahr, speziell für die Kinder, auch mein altes Surfbrett mitgenommen. Dieses ist größer und nicht so grob beschichtet. Damit eignet es sich besser als Wasserfahrzeug für die Kinder. Außerdem hatte ich meine aufregendsten Surfabenteuer mit diesem Brett. Ich werde es in diesem Urlaub bestimmt einmal aufriggen.

Annemarie räumt derweil im Wohnmobil auf. Weil wir heute Nacht die Fenster auf hatten, hat es jede Menge Staub herein geblasen. Nachdem wir auch Wasser getankt, das WC geleert und uns von Diana verabschiedet haben, brechen wir auf. Unser nächstes Ziel ist Amaliada. Dort gibt es einen Lidl.

Abschied auch von Nakos' Hunden und Katzen. Für die Hunde gibt es noch einen Kauknochen. Nakos hat drei Hunde angekettet und drei junge Katzen. Die Katzen sind besonders zutraulich und handzahm. Während ich Frischwasser tanke, inspiziert das kleine rote Tigerchen das Innere unseres Wohnmobils.

Während Fabian und ich auf dem Parkplatz vor dem Lidl auf Annemarie und Sarah warten, die zum Einkaufen gegangen sind, kommt die nächste SMS von Familie Fritz: sie sind schon auf dem Schiff und legen gegen 12:00 Uhr ab.

Weiter geht die Fahrt. Auf der Suche nach eine Küstenstrasse verfranzen wir uns zwischen Gewächshäusern, Maisfeldern und Müllhäufen und umfahren so die Stadt Pirgos auf Schotterwegen. In der Nähe des antiken Olympia befindet sich ein Cache. Da man heute ohnehin nicht baden könnte, denn der Wind ist immer noch zu stark, verlegen wir uns auf die Cachesuche. Allerdings wählen wir die falsche Route und bleiben mit dem Wohnmobil an einem steilen hang stehen. Es hilft nichts: wir müssen rückwärts zurücksetzen, bis sich eine Wendemöglichkeit ergibt. Annemarie und die Kinder haben Hunger und so lasse ich das Wohnmobil in einer kleinen Ortschaft stehen und nehme den Cache mit dem Motorroller in Angriff. 5 Kilometer sind es noch bis dort hin. Allerdings führt mein suboptimaler Weg kreuz und Quer durch die Felder und ist oft kaum mehr als ein Trampelpfad. Aber ich lasse mich nicht beirren und folge dem Pfeil meines GPS-Gerätes. Schließlich, noch zwei Kilometer vom Ziel stoße ich auf eine Straße, die mich schließlich zu einem Stausee bzw. einer Staustufe führt. Hierhin weisen auch die Koordinaten des Caches.

Ziemlich viel Wasser für so eine trockene Jahreszeit.

Nach kurzer Suche finde ich das Versteck und mache mich auf den Rückweg zum Wohnmobil.

Weiter führt uns die Fahrt zum Lake Kaifas. Auch hier ist ein Cache versteckt, aber zunächst interessieren wir uns für die Wasserschildkröten, die hier im Schilf des Sees herum schwimmen. Annemarie und die Kinder füttern sie mit Brot und locken so immer mehr Schildkröten an.

Wasserschildkröte in freier Wildbahn

Jede Schildkröte hat eine andere Zeichnung

Wir alle haben noch nie Wasserschildkröten in freier Wildbahn gesehen und finden sie total niedlich. Direkt auf der anderen Straßenseite befindet sich eine Badegrotte mit Schwefelwasser. Es stinkt erbärmlich nach faulen Eiern. Trotzdem liegen einige Griechen im brackigen Wasser. Sarah streckt einmal die Füße hinein und beschießt dann, dass dies nicht das richtige Badewasser für sie sei.

Die Schwefelgrotte

Jetzt kommt der Cache an die Reihe. Er muss irgendwo am See liegen. Wir fahren mit dem Wohnmobil am See entlang und biegen irgendwann, der GPS-Nadel folgend in einen Schotterweg ab. Der Weg wird jedoch immer enger und zwingt uns irgendwann dazu, das Wohnmobil abzustellen. Ich setze die Fahrt mit dem Motorroller fort und finde den Cache nach relativ langer Suche unter Steinen am Seeufer. Beim Abladen des Rollers reiße ich mir durch einen dummen Umstand die rechte Hand auf und muss jetzt einen Verband tragen. Äußerst lästig, dieser Verband. Gut nur, dass man heute ohnehin nicht mehr ins Meer kann.

Warten auf Papa, der mal wieder beim Cachen ist

Weiter geht die Fahrt. Es ist jetzt bereits 18:30 Uhr und wir brauchen bald einen Übernachtungsplatz. Elea ist noch 17km entfernt und so beschließen wir, diese Nacht dort zu verbringen. Zuvor müssen wir jedoch noch ein paar Dinge einkaufen, die man beim Lidl nicht, oder zu teuer bekommt: Obst, Tomaten und Gurken, Brot und Oliven. Wir halten also in Zacharo zum Einkaufen. Hier finden Sarah und Annemarie auch die Schwimmbretter, die sich die Kinder so wünschen. Vor dem Urlaub haben Sarah und Fabian von der Oma je 10 Euro "Urlaubsgeld" bekommen. Die müssen jetzt daran glauben.

Damit muss man in Griechenland immer rechnen.

Ein Blick aufs Handy offenbart mir, dass wieder eine SMS eingegangen ist. Die gestrige Programmänderung brachte wieder nicht das gewünschte Resultat. Ob ich das Programm vielleicht noch einmal ändern könne? Jetzt heißt es jedoch warten. Wenn ich unterwegs bin, kann ich nicht gleichzeitig arbeiten. Und wer nicht weiß, was er will, muss sich eben in Geduld üben…

Unser neues Plätzchen im Wald von Elea

In der Abendsonne erreichen wir den Wald von Elea und finden auch ein geeignetes Plätzchen zum Stehen. Die Kinder sind begeistert, weil es hier Kletterbäume und weiße Kieselsteine gibt. Wir werden wahrscheinlich morgen hier bleiben. Am Abend grillen wir und begeben uns beizeiten ins Bett. Es war wieder ein anstrengender Tag heute.