Samstag, 16. September 2006

Heimreise erster Tag. In einem italienischen Telefonladen kaufe ich eine Aufladung für unsere WIND-Prepaidkarte, damit ich wenigstens nachträglich noch mit der Hotline des Betreibers klären kann, was mit meiner GPRS-Verbindung los war. Bei Prutz in Österreich kommen wir an einem Hofer vorbei. Wir nutzen die letzte Gelegenheit zum Einkaufen dazu, pfandfreies Dosenbier für unsere Herbstausflüge zu bunkern. In diesem Geschäft finden wir auch ein Urlaubsmitbringsel der besonderen Art: einen Pool für den Garten. Wir hatten das Teil mit ca. 6,10 x 3,7 Metern Grundfläche schon auf der Hinfahrt bei Hofer bewundert. Inzwischen wurde er um 100 Euro reduziert (klar: die Saison ist vorüber) und so schlagen wir zu. Kurzerhand wird die Wohnmobilgarage ausgeräumt, um Platz für den knapp 100 kg schweren Riesenkarton zu schaffen. Anschließend stapeln wir aller wieder hinein. Es hat also sein Gutes, wenn man Stauraumreserven hat. Der Hofer-Mitarbeiter staunt nicht schlecht, als er uns beim Einladen hilft.

Wenige Kilometer weiter, stellen wir das Wohnmobil in der gleichen Siedlung ab, in der wir schon auf der Hinfahrt übernachtet haben. Bis es dunkel wird, gehen wir noch etwas spazieren.

Hier machen wir mit einem Kalb Bekanntschaft, dass sich von uns streicheln lässt und uns am Ende sogar nachläuft.

Freitag, 15. September 2006

Der Tag an Bord. Ich schreibe den ganzen Tag an den Erlebnissen der letzten Tage. Nachdem das Hochladen der einzelnen Tage nicht mehr funktioniert hat, habe ich auch das Schreiben stark vernachlässigt. Deshalb muss ich jetzt nacharbeiten.

Donnerstag, 14. September 2006

Heute ist unser letzter Tag in Griechenland. Eine Minute vor Mitternacht legt die Fähre in Patras ab. Die meisten Familien verlassen heute den Strand. Zurück bleiben nur die Rentner, und einige wenige kinderlose Paare. Auch wir verlassen gegen 16:00 Uhr unseren letzten Strand und fahren nach Patras. Unterwegs kaufen wir ein, tanken und versorgen uns mit Frischwasser.

Warten auf die Verladung

Als wir gegen 22:00 Uhr an Bord dürfen, haben wir das große Glück, an eine Wand mit großen Außenluken gestellt zu werden. Nachdem wir an das Stromnetz angeschlossen sind, gehen wir zu Bett.

Mittwoch, 13. September 2006

Auch heute passiert nichts erwähnenswertes. Man merkt jedoch, dass auch in Griechenland der Herbst einkehrt: Die Sonne brennt Mittags nicht mehr so heiß und Nachts wird es bereits so kalt, dass man sich etwas Langes überziehen muss.

Christos kommt jeden Morgen und verkauft Brot und Gemüse am Strand

Am Abend sitzen wir wieder mit unseren neuen Freunden zusammen.

Dienstag, 12. September 2006

Vom heutigen Tag gibt es nicht viel zu erzählen. Nachdem der Wind ausbleibt, verbringen wir den Tag mit faulenzen und baden. Die Kinder haben neue Freunde gefunden und befinden sich jetzt am liebsten im "Geheimversteck" in den Dünen.

Das Geheimversteck

Am Abend sitzen wir noch lange mit Bernd und Uli zusammen, die wir in Finikounda kennen gelernt haben und die jetzt ebenfalls hier ihren Urlaub ausklingen lassen.

Montag, 11. September 2006

Gestern Abend stellte ich das Wohnmobil im Hafengelände, jedoch am Anfang der Mole ab. In der Nacht wurde es Annemarie zu laut, sodass sie sich kurz entschlossen hinter das Lenkrad klemmte und bis ans Ende der Mole fuhr.

Ganz hinten, neben den Yachten, befindet sich unser heutiger Schlafplatz.

Am Morgen erwache ich durch das laute Rasseln eines Ankers draußen auf dem Meer. Ich schaue zum Fenster hinaus und sehe drei neue Kreuzfahrtschiffe: zwei liegen im Hafen, ein drittes ankert draußen. Ganze Armadas von Bussen sind bereits unterwegs aus dem Hafen Richtung Pirgos und wahrscheinlich weiter Richtung Olympia.

Nachdem auch der Rest der Familie wach ist, fahren wir im Hafen weiter nach vorne, näher an die Stadt, damit wir es nicht so weit zum Bäcker haben. Nach dem Frühstück fahren wir weiter. Unser nächstes Ziel ist Skafidia Beach, der als kleiner Sandstrand in der Karte vermerkt ist. Allerdings gefällt es uns hier nicht so sehr. Wir finden auch einen schönen Strand in der Nähe, dessen Zufahrt jedoch zu steil und von Bäumen überwachsen ist, sodass wir ihn nicht erreichen können. Nach einigen weiteren vergeblichen Versuchen, neue Strände zwischen Pirgos und Killini zu finden, entscheiden wir uns dafür, weitere Experimente zu unterlassen und direkt den Golden Beach anzufahren. Dort wollen wir die restlichen Tage bis zur Abfahrt unserer Fähre verbringen.

Beim Lidl in Amaliada (N37 47.031 E21 19.484) kaufen wir nochmals ein und dann fahren wir auf direktem Weg nach Kastro zum Golden Beach. Hier sieht es fast aus wie auf einem Campingplatz. Jedoch haben wir Glück und ein schöner Platz wird kurze Zeit nach unserer Ankunft frei.

Unsere letzte Station in diesem Urlaub: Golden Beach

Hier finden wir sogar noch einen Baum, an dem wir für Fabian eine Hängematte befestigen können.

Ein Platz für Fabi

In Kastro besorge ich Fleisch für den Abend und als es dämmert, baue ich den Grill auf. Am Abend sitze ich noch lange mit unserem neuen Wohnmobilnachbarn zusammen und unterhalte mich über das Surfen. Heute war der Wind sehr stark. Wenn der Wind so bleibt, wird er mir morgen ein paar Dinge zeigen.

Sonntag, 10. September 2006

Es war eine gute Entscheidung, uns auf diese Seite des Strandes zu stellen. Auf der anderen Seite befindet sich eine Strandbar, welche die halbe Nacht Musik hatte. Wir haben dies nur aus der Ferne gehört und konnten einigermaßen ruhig schlafen.

Heute ist für mich der letzte Cache in diesem Urlaub zu knacken. Er befindet sich ca. 40 Kilometer entfernt irgendwo in den Bergen. Annemarie und die Kinder können derweil an diesem schönen Strand baden. Ich sattle also nach dem Frühstück meine frisch reparierte Yamaha und mache mich auf den Weg.

Die Route führt am antiken Olympia vorbei. Hier drängen sich schon am Vormittag ganze Busladungen von Touristen. Wo kommen die nur alle her?

Das Gelände des antiken Olympia ist auch von außen gut einsehbar

Ich kurve durch die bergige Landschaft und passiere kurz vor dem Ziel, der kleinen Ortschaft Foloi, einen herrlichen Eichenwald, wie er sich auch bei uns befinden könnte – wobei ich in Deutschland noch nie einen reinen Eichenwald gesehen habe.

Ein reiner Eichenwald

Mit dem Cache ist es nicht so einfach. Er scheint nicht mehr vorhanden zu sein, wie auch schon in den letzten Logeinträgen zu lesen war. Ich habe einen Ersatzcache dabei, den ich an der angegebenen Position verstecke. Danach kehre ich auf gleicher Strecke zum Wohnmobil zurück.

Am Nachmittag erkunde ich zusammen mit Sarah die restlichen Strände zwischen Samiko und Pirgos. Laut Karte erstreckt sich der Sandstrand an Pirgos vorbei. Gesehen haben wir diese Strände jedoch noch nicht. Allerdings entdecken wir nur eine Ruinenstadt am Strand.

Eine ganze Siedlung verfallener Häuser direkt am Strand. Es wäre interessant zu wissen, warum all diese Häuser aufgegeben wurden. Vielleicht war der Sand und das Meer einfach stärker.

Es stellt sich heraus, dass es vor Pirgos keine weiteren Strände mehr gibt. An diesem Strand möchten wir aber auch nicht bleiben, deshalb machen wir uns um 15:30 Uhr auf die Weiterfahrt. Bis Pirgos bleiben wir auf der New National Road. Danach führt die Strasse ins Landesinnere, während wir einer schmalen Strasse an der Küste entlang folgen, die bis zum Kap bei Katakolo verläuft. Die Strasse führt schier endlos hinter einer Reihe schmucker Strandhäuser entlang. Bei Katakolo stellen wir fest, dass man hier auch auf dem Strand fahren kann. Der feine Sand ist hier so festgefahren, dass er als Strasse genutzt wird. Wir stellen das Wohnmobil am Strand ab und erkunden die Umgebung mit dem Fahrrad – natürlich dem Strand entlang.

Der Strand von Katakolo. So nah am Strand standen wir bisher noch nicht.

Nicht weit entfernt befindet sich der große Hafen von Katakolo. Hier legen sogar riesige Kreuzfahrtschiffe an.

Katakolo lebt von den Kreuzfahrtschiffen, die hier anlegen. Am nächsten Morgen wird mir auch klar, wo die vielen Bustouristen in Olympia herkommen: ganze Buskonvois brechen morgens von Katakolo aus nach Olympia auf.

Das gigantische Schiff legt am Abend noch ab. Wir stellen unser Wohnmobil für die Nacht in den Hafen und gehen an der Promenade essen. Allerdings stellt sich dies als Fehler heraus: Das Essen ist schlecht und zu teuer – Touristenessen eben. Kreuzfahrttouristen kommen ohnehin niemals wieder.

Samstag, 9. September 2006

Unser momentaner Standort befindet sich ca. 25 Kilometer vor Pirgos. Nachdem Lutz in Finikounda bei seinem Roller der Antriebsriemen bei 15.000 Kilometern Laufleistung gerissen ist, und meine Yamaha mit 15.000 Kilometern auch beim Anfahren ruckelt, habe ich mir vorgenommen, in Pirgos oder einer anderen großen Stadt den Riemen tauschen zu lassen. Heute ist Samstag und wahrscheinlich ist das die letzte Gelegenheit, in Pirgos eine Werkstatt zu suchen. Deshalb breche ich gleich nach dem Frühstück nach Pirgos auf.

Eine Werkstatt finde ich schnell. Moto Papas (N37 40.803 E21 26.404) ist eine modern gestaltete Werkstatt, die sich angenehm von den Hinterhofgaragen abhebt, die man sonst meist in Griechenland findet. Mit Händen und Füßen beschreibe ich, was zu tun ist. Es dauert fast drei Stunden, weil der Chef zwischendurch immer wieder telefoniert, Roller und Fahrräder verkauft und andere Dinge tut, aber um 13:00 Uhr ist der Roller fertig. Nach einer kurzen Probefahrt schraubt der Chef die restlichen Verkleidungsteile wieder an. Ich bezahle 80 Euro, davon 20 Euro Arbeitszeit, der Rest ist Material und mache mich auf den Rückweg zu unserem Strand bei Zaharo. Der Roller fährt wieder wie neu. Er ruckt nicht mehr und ist jetzt auch ca. 15 km/h schneller. Es war eine gute Entscheidung, diese Arbeit in Griechenland machen zu lassen. Hier kennt man sich mit Rollern aus und außerdem hätte die Reparatur in Deutschland viel mehr gekostet.

Auf dem Rückweg fahre ich beim Stand von Samiko vorbei, um ihn mir anzuschauen. Hier könnten wir vielleicht die nächste Station einlegen.

Samiko Beach. Es könnte noch Platz für uns sein.

Nach meiner Rückkehr am Strand ist Baden angesagt, bis wir genug davon haben und unser Wohnmobil für die Weiterfahrt vorbereiten. Um 17 Uhr brechen wir auf. Annemarie möchte in Zaharo noch einen Einkaufsbummel machen und hofft, dass die Geschäfte heute nochmals öffnen, auch wenn heute Samstag ist.

Auf dem Weg in die Stadt sehen wir einen kleinen Welpen herum toben und halten an. Der Kleine ist zu süß und schnell sind die Kinder und Annemarie sich einig: dieser Hund wäre etwas für uns.

Der Kleine ist ein Wirbelwind und fast nicht zu fotografieren

Leider stellt sich heraus, dass er nicht zu vergeben ist, sondern einem Kind gehört. Also fahren wir ohne Hund weiter. Ich hoffe, dass damit das Thema "Hund" für diesen Urlaub endgültig begraben ist. Aber leider hat die Begegnung das Thema nur wieder interessant gemacht.

In Zaharo haben wir Pech: die Geschäfte bleiben geschlossen. So bleibt uns nur, ein Gyros Pitta zu essen und weiter zu fahren. Unterwegs machen wir Station bei unseren Schildkröten am Lake Kaifa und beenden die heutige Tagesetappe am Samiko Beach. Allerdings sieht es hier mittlerweile schon wieder anders aus und der vorhin noch fast leere Stellplatz ist inzwischen von vielen Wohnmobilen zugestellt. Deshalb stellen wir uns auf die andere Seite des Strandes, wo im Augenblick nur zwei Wohnmobile stehen.

Für eine Nacht als Stellplatz wahrscheinlich nicht schlecht. In der Saison wird man hier allerdings nicht stehen dürfen, vermute ich.

Freitag, 8. September 2006

Neohori ist nicht besonders gastfreundlich. Wohnmobile werden hier nicht so gerne gesehen, deshalb lade ich gleich morgens den Roller ab, um die Strände in der Nähe nach weiteren Plätzen abzusuchen. Zusammen mit Sarah erkunden wir erst die Strände im Süden, die wir auf unserer gestrigen Tour zwischen Elea und Neohori ausgelassen hatten. Danach suchen wir die Strände Richtung Zaharo ab. Dort finden wir nicht nur unsere Wohnmobilnachbarn mit ihrem Bimobil wieder, sondern einen eigenen, einsamen Platz am Strand, aber immerhin so nah bei unseren Bekannten, dass Sarah und Lara Sofie zusammen am Strand spielen können.

Wir stehen direkt hinter einer Düne an einem herrlichen, einsamen Sandstrand

Das Wohnmobil unserer Bekannten steht ca. 100 Meter entfernt. Die Kinder kommen über den Strand und spielen zusammen im Wasser.

Ein idealer Badestrand für Wasserspiele. Das Wasser ist lange Zeit sehr flach.

Wir verbringen den ganzen restlichen Vormittag im Wasser. Mittags erkunde ich die Strände der Umgebung mit dem Motorroller und im Anschluss daran spiele ich wieder mit den Kindern im Wasser. Es ist hier so warm, dass man stundenlang im Wasser spielen kann, ohne dass man friert.

Nach so viel Toberei sind wir am Abend so müde, dass wir zusammen mit den Kindern zu Bett gehen.