Samstag, 31. Juli 2010

Dieses Jahr geht es nicht ins Ausland. Bei uns hat sich im ersten Halbjahr 2010 viel geändert: wir haben ein neues Haus gekauft, sind umgezogen und Annemarie hat wieder einen Job. Letzteres ist mit einem halben Jahr Urlaubssperre verbunden. Sie kann also diesen Sommer nicht wegfahren. Für die Kinder und mich stand nun zur Wahl, zuhause zu bleiben, oder ohne Annemarie wegzufahren. Wir haben uns für die zweite Alternative entschieden, bleiben jedoch im Land. Schließlich haben die Kinder den Norden Deutschlands noch nie gesehen und so bietet sich dieses Reiseziel für uns drei heuer an.

Bis zum letzten Arbeitstag konnte ich mir nicht vorstellen, irgendwann Urlaub zu haben. Die letzten Wochen vor dem Urlaub waren sehr stressig. In letzten Woche habe ich es endlich geschafft, das Wohnmobil in die Werkstatt zu bringen, damit wir wenigstens TÜV bekommen und wegfahren können. Das Wohnmobil war bis Donnerstag Abend noch völlig leer. Annemarie hatte aber am Freitag frei und hat uns das Wohnmobil eingeräumt. Sie weiß eben, was hineingehört.

Morgens packen wir die restlichen Dinge ins Wohnmobil. Ich bin reichlich zerstreut. Mir fallen ständig weitere Sachen ein, die unbedingt mit müssen und so renne ich ein ums andere Mal hinaus ins Wohnmobil und wieder zurück ins Haus. Um 10:00 Uhr ist es so weit: wir starten den Motor und brechen auf. Erst müssen wir noch ein paar Lebensmittel einkaufen, dann geht es auf die Autobahn. Eigentlich ist unser heutiges Etappenziel der Brombachsee. Das Navi rechnet aus, dass wir um 14:00 Uhr dort sein könnten.

Ein Cache an der Autobahn. Während ich zur Tarnung laut mit Fabian schimpfe, loggt er oben klammheimlich unseren Found.

Das muss auch drin sein, wenn man mit Papa unterwegs ist: Pause bei McDoof

Wegen vieler Pausen und einige unfreiwilligen Umwege ist es bereits 16:00 Uhr als wir in die Region Nürnberg kommen. Am Rothsee, bei Hilpoltstein finden wir einen schönen Stellplatz (N49 12.649 E11 11.009) und beschließen, hier zu bleiben. Es ist jetzt 18:00 Uhr.

Unser Stellplatz am Rothsee

Es ist sehr schön hier!

Ein schöner Spielplatz befindet sich in Strandnähe

Morgen wird hier gebadet!

Ich habe Kopfschmerzen und bin müde. Die Kinder erkunden noch den Strand des Rothsees und den Spielplatz und ich werde heute früh schlafen gehen. Aber erst muss ich auf unserer Homepage ein Lebenszeichen von uns geben. Es gehen mittlerweile mehrere Emails täglich ein, in denen ich gefragt werde, was mit uns los sei und ob wir heuer überhaupt nicht wegfahren. Also: es geht uns gut und wir sind wieder unterwegs, wenn auch anders als sonst.

Sarah chattet mit ihrem Freund Philip, der heute aus dem Urlaub zurück gekommen ist

Kurz nach 20:00 Uhr sind auch die Kinder schon im Alkoven verschwunden. Sie spielen noch ein wenig, aber der Tag war anstrengend und so kehrt schon bald Ruhe im Wohnmobil ein.

Sonntag, 1. August 2010

Um 9:00 klingelt das Handy. Mama ist dran. Sie hat wohl bereits den gestrigen Bericht gelesen und möchte nun wissen, wie es meinen Kopfschmerzen geht. Es geht mir besser. Wir berichten, wo wir stehen und die Kinder wünschen der armen, zuhause gebliebenen Mama einen schönen Sonntag. Jetzt gibt’s aber erst mal Frühstück.

Frühstück

Gegen 10:00 Uhr kommt eine Frau vorbei, um die Stellplatzgebühr zu kassieren. Wir melden uns zunächst mal bis Montagmorgen an und bezahlen dafür 10,50 Euro (3,50/Tag und 3,50/Nacht). Nach dem Frühstück waschen die Kinder das Geschirr, während ich die halbe Heckgarage ausräumen muss, um all die Dinge vorzubereiten, die die beiden nachher an den Strand mitnehmen möchten: Picknickdecke, Badetücher, Luftmatratzen, Pumpe, Sonnenschirm, u. s. w.. Gemeinsam geht es danach an den Strand.

Die große Badeluftmatratze mußte unbedingt mit!

Fabian surft

Das Wasser ist zwar recht frisch, aber sehr angenehm!

Der Strand füllt sich mit Besuchern. Das ist verständlich! Der See und das Strandbad sind ein sehr schönes Naherholungsgebiet . Wenn wir in der Nähe wohnen würden, wären wir auch öfter hier.

Fabian geht auf Tauchexpedition… auch wenn man im Wasser keine 20cm weit sehen kann

Auch unser Platz am Strand füllt sich allmählich mit allen möglichen Badeutensilien. Meiner Schätzung nach müsste die Heckgarage vom Wohnmobil bald leer sein. Ich bin gespannt, wer das heute Nachmittag wieder aufräumt. Ich jedenfalls nicht.

Beweisbild für Mama: Ja, Fabian wird eingeschmiert!

Meine Einschätzung der Situation war richtig. Als wir gegen 15:00 Uhr zum Wohnmobil zurück kehren wollen, geht das pubertäre Geschrei zwischen Tochter und Sohn los. Keiner der beiden will die Badesachen zurück tragen. Kein Problem: dann bleiben sie eben liegen. Andere Kinder freuen sich. Am Ende erbarmen sich Sarah und ich und eröffnen eine Spedition zwischen Strand und Wohnmobil. Stunden später haben wir unsere Siebensachen wieder am Wohnmobil liegen, während unser Sohn iPod hört. Der iPod ist sein wichtigstes Reiseutensil. Wie es aussieht, werden unsere zwei Solarmodule auf dem Dach mit zusammen 150W kaum ausreichen, seinen iPod nachzuladen, der ständig leer ist.

Fabi und sein iPod

Sarah schmökert derweil

Am Nachmittag fahren Sarah und ich mit dem Fahrrad an die nahegelegene Schleuse des Main-Donau-Kanals. Hier kommen wir gerade rechtzeitig, um ein Ausflugsschiff unten einfahren zu sehen. Es dürfte keine 20cm breiter oder höher sein, dann würde es nicht mehr in die Schleuse passen. Die Schleuse hat einen mächtigen Hub; anders als die Schleusen, die wir vom Rhein kennen.

Das Schiff fährt in die Schleuse ein

Selbst die Liegestühle wären für die Schleuse zu hoch, deshalb wurden sie zusammengelegt.

Man kann von oben in die Schleusenkammer hineinschauen. Unten passiert gerade der Pool die Luke.

Das Schiff in der Schleusenkammer

Blick vom oberen Kanalniveau hinunter zum unteren Teil des Kanals.

Später am Nachmittag verschwinden die Kinder auf den Spielplatz. Ich nutze die Ruhe im Wohnmobil, um die Bilder zu sichten und für die Homepage auszuwählen und hochzuladen. Als die Kinder wieder zurück sind, habe ich auch das Abendessen fertig. Es gibt Stifado, dass uns Annemarie eingefroren mitgegeben hat. Allerdings hat unser Kühlschrank schon zweimal Störung gemeldet, und da ist es besser, wenn wir die eingeforenen Vorräte vernichten, bevor er ganz ausfällt.

Abendessen

Unsere Idylle am Abend

Nach dem Essen spielen Fabi und ich Federball

Um 20:30 Uhr springen wir nochmals ins Wasser

Fabian tollt noch im Wasser herum. Mir ist es jedoch zu frisch.

Das ist zwar kein griechischer Sonnenuntergang, aber immerhin…

Fabian genießt es sichtlich, dass er heute Abend mutiger ist als sein Vater. Er springt mit Todesverachtung noch um 20:30 Uhr in den See. Anschließend wollen wir beide und noch an der hiesigen Stranddusche duschen. Die ist allerings noch kälter als der See. Und wieder ist es Fabian, der seinem Papa zeigt, wie hart er im Nehmen ist. Ich gönne ihm den Triumph. Ich bin halt ein bekennender Warmduscher. Ich bin mal gespannt, wie mein Verhältnis zur Ostsee ausfallen wird. Das letzte Mal war es nicht so prickelnd

Die Kinder in ihrem Büro. Sie schreiben jetzt auch beide Reiseberichte!

Montag, der 2. August 2010

In der Nacht beginnt es zu regnen. Ich stehe auf und schließe die Dachluken. Die Luke im Alkoven ist vollständig geöffnet und die Kinder schlafen tief und fest. Gut, dass ich den Regen gehört habe, sonst wären die beiden womöglich im Alkoven ertrunken.

Zum Frühstück gibt es nur Kaffee und Milchkaffee für die Kinder. Essen wollen sie nichts. Wir bleiben im Wohnmobil, denn draußen ist es noch naß. Gegen 10:00 haben wir unsere Sachen zusammengepackt und sind bereit zum Aufbruch. Gestern Abend habe ich noch eine 200km lange Strecke zum Plöner Stausee ausgearbeitet, aber da ging ich noch davon aus, dass wir weiterhin Badewetter haben werden. Heute morgen ist der Himmel jedoch grau verhangen und ich frage mich, was wir heute an einem Badesee machen sollen. Egal – wir brechen erst mal auf. Wir müssen auf jeden Fall einige Sachen einkaufen. Zunächst geht’s auf die Autobahn A9 Richtung Berlin. In Plech sehen wir ein Einkaufszentrum direkt neben der Autobahn (N49 39.819 E11 28.181) und fahren ab. Eine nahegelegene Tankstelle nutzen wir gleich zum Volltanken. Danach geht’s einkaufen. Inzwischen ist es 12:00 Uhr und wir holen das Frühstück mit einem Leberkäswecken nach.

Noch ist ein bischen blau am Himmel zu sehen. Im Laufe des Nachmittags wechselt der Himmel aber zu tiefschwarz.

Auf der Weiterfahrt beratschlagen wir, was wir jetzt machen wollen. Ein Stausee ist angesichts der tiefschwarzen Wolken am Himmel kein anziehendes Tagesziel. Der Onkel in Wolfersgrün liegt ca. 80km abseits der A9. Auf einem Rastplatz kurz vor dem Abzweig A9/A72 bleiben wir stehen und halten Kriegsrat. Einstimmiger Tenor: wir lassen Stausee Plön und Wolfersgrün rechts liegen und bleiben auf der A9 Richtung Berlin. Unser neues Ziel lautet Werder (Havel) und soll ein ruhiger Wohnmobilstellplatz direkt an den Anlegestellen der Havel sein (N52 22.685 E12 56.232). Etwas über 200km liegen noch vor uns.

Fabian hat schon wieder Hunger

Hihihi! Hier gibt’s einen Ort namens Lederhose!

Lecker Spaghetti und Tomatensauce

Unterwegs bleiben wir stehen und kochen uns Nudeln mit Tomatensauce. Als wir Werder erreichen, sind wir ernüchtert. Wir finden einen Schotterparkplatz auf dem wir maximal einen Platz direkt neben der Einfahrt beziehen könnten. Es gäbe zwar Platz für mehr Wohnmobile, aber man parkt immer so, dass zwar meist noch ein Wohnmobil dazwischen passen würde, es dann aber zu eng wäre. Wir schauen uns kurz um und beschießen dann, dass es uns hier nicht gefällt.

Der Stellplatz

Die Anlegestelle

Auf der Weiterfahrt kommen wir unweit davon an einer Stichstraße zum Yachthaven vorbei. An dieser Stichstraße laden ruhige Parkbuchten zum Übernachten ein. Es ist inzwischen 19:00 Uhr und so beschießen wir, zu bleiben. 430km sind wir gefahren und mit Pausen waren wir fast 9 Stunden unterwegs.

Abgelegenes Sträßchen

Unser heutiger Übernachtungsplatz (N52 24.460 E12 54.688)

Dienstag, der 3. August 2010

Heute bin ich schon um 8:00 Uhr wach. Die ganze Nacht hat der Regen aufs Wohnmobildach getrommelt, mal stärker, mal schwächer. Ich stehe auf, mache mich leise fertig und koche dann Kaffee. Als der Frühstückstisch gedeckt ist, werden die Kinder auch wach und krabbeln aus dem Alkoven direkt an den Tisch.

Gegen 10:00 Uhr setzt das Wohnmobil sich wieder in Bewegung. Unser grobes Reiseziel für heute ist: Richtung Norden. Aber zunächst muss unsere Toilette entleert werden. Dazu haben wir uns einen Wohnmobilhändler in Fehrbellin ausgesucht. Eventuell bekommen wir dort auch Ersatzteile für unsere Kassette, die etwas undicht zu sein scheint. Fabian sitzt auf der Fahrt neben mir und liest die Karte.

Fabian hat heute gelernt, wie man die Karte liest und verfolgt nun unsere Route

In Fehrbellin angekommen, kehrt Ernüchterung ein. Der in der Promobil-App angepriesene Stellplatz entpuppt sich als verwahrlostes Gartengrundstück. Der Wohnmobilhändler betreibt sein Unternehmen in einem Einfamilienhaus mit kleinem Laden. An der Ladentür prangt ein Zettel mit den Öffnungszeiten: 14-16 Uhr. Jetzt ist es kurz vor 11:00 Uhr. Was nun? Wir klingeln an der Haustür. Aber außer zwei Katzen, die offensichtlich selbst hoffen, dass sich die Tür öffnet, scheint niemand da zu sein. Nach mehrmaligem Klingeln beschließe ich, an der Entsorgungsstation wenigstens die Toilettenkassette zu entleeren. Zwar bräuchten wir auch noch Wasser, aber wenn niemand zu Hause ist, möchten wir uns nicht selbst bedienen und setzen die Fahrt mit leerem Frischwassertank fort.

Nicht weit von Fehrbellin entfernt liegt Neuruppin. Dort soll sich, laut der Promobil-App auch ein Wohnmobilstellplatz befinden. Wir kreisen zweimal durch das Stadtgebiet und um die angegebenen Koordinaten, ohne dass uns ein Stellplatz oder geparkte Wohnmobile aufgefallen wären. Da es gerade wieder regnet, haben wir ohnehin keine Lust auszusteigen und die Stadt zu besichtigen. Am Stadtrand kommen wir an einem Real-Supermarkt vorbei. Unser Einkaufszettel ist schon wieder voll und so gehen Sarah und ich ausgiebig shoppen. Fabian spielt derweil Bomberman auf dem Nintendo.

Nach dem Einkauf verlassen wir Neuruppin in nördlicher Richtung und biegen irgendwann Richtung Zermützelsee ab. Auf dem GPS liegt dieser See nicht weit entfernt auf der rechten Seite. Ein Campingplatzschild lässt darauf schließen, dass man dort unten vielleicht Wasser bekommen könnte. Die Straße führt schnurgerade durch den dichten Wald. Am Ende liegt tatsächlich ein kleiner Campingplatz direkt am Ufer des Sees. An der Rezeption fragen wir nach Wasser. Im Moment sei Mittagspause, teilt man uns mit, gegen 14:00 Uhr könnten wir aber gerne wiederkommen.

Jetzt ist es 13:00 Uhr, Zeit fürs Mittagessen. Die zum Campingplatz gehörende Waldschänke lockt uns zu Tisch. Die Aussicht auf die Alternative, Fabian möchte unbedingt die Dose Ravioli aus unserem Vorratschrank öffnen, lässt mich die Kinder in die Waldschänke einladen. Wenn es um einen Restaurantbesuch geht, brauche ich auch keine Überredungskünste anzuwenden. Da vergisst Fabi sogar seine Ravioli.

Fast eine Stunde warten wir aufs Essen

Hurrah, das Essen ist doch noch gekommen!

Fabian meint, ich müsse auch mal auf’s Foto

Nachdem wir die Waldschänke wieder verlassen haben, sind wir uns einig: die Ravioli wären besser gewesen. Sarah hatte Bandnudeln mit Waldpilzsoße, Fabian einen Kinderteller Fischstäbchen mit Pommes und ich Sülze mit Bratkartoffeln. Mal abgesehen davon, dass die Portionen sehr übersichtlich waren: Fabians Kinderportion war für dreijährige bemessen, Sarahs Nudeln völlig ungesalzen und meine Sülze in fetter Majosauce ertränkt.

Immerhin einigermaßen satt verlassen wir die Waldschänke wieder

Aber es ist jetzt 14:00 Uhr und wir können in den Campingplatz, um Wasser zu tanken. Stolze 2,50€ verlangt man dafür.

Wasser tanken mit Stoppuhr. Der Frischwasser-Messfühler unseres Wohnmobils ist immer noch kaputt.

Aber wenigstens sind wir wieder autark. Auf der Weiterfahrt lotzt uns das Navi über sandige Wege durch den tiefsten Wald. Es ist eine abenteuerliche Strecke, die wir jetzt befahren, aber laut der Schilder bis 6 Tonnen erlaubt, also holpern wir durch den Wald, immer auf der Hut vor Rehen oder anderem Getier, dass hinter jedem Baum hervorspringen könnte.

Abenteuerliche Straßen…

… und noch abenteuerlichere Brücken! Man ist froh, wenn man das andere Ufer heil erreicht hat!

Zwei Trabbis kämen hier gut aneinander vorbei! Für deren Spurweite wurden diese „Straßen“ wohl auch gebaut.

Irgendwann erreichen wir wieder geteerte Straßen. Und weiter geht es Richtung Norden. Mir fällt ein, dass man die Fahrt ja auch nutzen könnte, ein paar Döschen aufzusammeln. Also starte ich die Geocaching-App auf dem iPhone und wir lassen uns abermals durch die wilde Botanik locken. Immerhin finden wir heute noch drei Döschen, unter anderem bei der schönen Sabine und in einem Luftschutzbunker.

Die schöne Sabine

Der Luftschutzbunker auf einem Hügel. Der Weg dorthin führt durchs nasse Gras. Aber Gott sei Dank regnet es auch. So wird man wenigstens gleichmäßig naß!

Der Bunker stammt aus DDR-Zeiten. Wozu er diente und warum er hier errichtet wurde, kann ich mir nicht erklären.

Der Rückweg im Regen

Das Wohnmobil versinkt schon im Morast

Auch an einem herrlichen Badesee kommen wir vorbei. Fabian steigt sogar mal ins Wasser. Wäre heute ein schöner Sommertag, wäre das unser Plätzchen gewesen. Ganz hinten auf der Liegewiese am Ufer liegt sogar ein unentwegter Nackedei. Der bleibt wahrscheinlich auch liegen, wenn es wieder zu regnen beginnt. Außer Haut kann eh‘ nichts nass werden.

Badeplatz mit Parkplatz und Toilette

Gut dass man davor gewarnt wird. Wir haben allerdings keine Polizisten gesehen.

Was für eine Idylle! Wär doch nur das Wetter etwas besser!

Fabian traut sich trotzdem ins Wasser

Fabi war frech zu Sarah und muss nun die Konsequenzen tragen!

Am frühen Abend erreichen wir die Ortschaft Zempow. Hier treffen zwei positive Aspeke zusammen: ein ebener Parkplatz am Ortsrand und ein Handysendemast in Sichtweite. Diese Kombination lässt uns diese Ortschaft als heutigen Übernachtungsplatz auswählen. Die Kinder verziehen sich mit dem Nintendo ins Führerhaus, um Bomberman zu spielen und ich beginne, meinen heutigen Bericht zu schreiben. Die Internetverbindung ist ja gesichert.

Mittwoch, der 4. August 2010

Um 8:00 Uhr wache ich auf und sehe durch die Dachluke blauen Himmel. Die Sonne scheint! Ist das schön! Da werden die Kinder sich freuen. Im Augenblick schlafen die beiden jedoch noch. Ich stehe auf, dusche mich und bereite dann das Frühstück vor. „Die Sonne scheint!“ sind auch die ersten Worte von Sarah, als sie die Augen aufschlägt.

Der heutige Frühstückstisch

Nach dem Frühstück waschen wir schnell ab und räumen unsere mobile Ferienwohnung so weit auf, dass wir weiter fahren können. Der nächste Ort heißt Schwarz. Dort befindet sich ein Cache an einem Findlingsgarten.

Fahrt nach Schwarz

Der Findlingsgarten

Nachdem wir erfolgreich gesucht und unseren Found ordnungsgemäß geloggt haben, suchen wir in der näheren Umgebung nach einem Badeplatz. Eigentlich brauchen wir gar nicht lange zu suchen. Schwarz liegt direkt an einem See und verfügt über ein schöner kleines Strandbad (N53 13.708 E12 47.311). Wir sind uns einig: hier bleiben wir. Bepackt mit Badetüchern, Decke und Luftmatratze begeben wir uns auf die Liegewiese am Seeufer. Die Kinder springen ins Wasser und ich schaue zu.

Überall am Ufer sind kleine Pfahlbauten errichtet, die wahrscheinlich als Wochenendhäuschen dienen

Unser heutiger Badestrand

Fabian wird eingeschmiert

Und ab ins Wasser!

Fabian und Sarah auf der Luma

Das macht offensichtlich Spaß

Später hat Fabian die Idee, ein Tretboot zu mieten und etwas auf dem See herumzufahren. Also gut: wir bezahlen 9 Euro für eine Stunde und fahren von 12 bis 13 Uhr auf dem See spazieren. Vom Boot aus kann man schön die Datschen am Ufer besichtigen. Jede dieser Holzhütten verfügt über eine Terrasse, einen Anlegesteg und ein Bootshaus.

Ablegemanöver

Der Käpten und sein erster Offizier

Fabian ist der König der Welt!

Am Ufer sieht man herrliche Plätzchen

Fabian ist zufrieden!

Spàter liegen wir faul in der Sonne oder plantschen im See. Gegen 16:00 Uhr packen wir zusammen und gehen zum Wohnmobil zurück. Fabian erklärt mir, dass er zum nächsten See möchte. Unser Wohnmobil benötigt Diesel, also lassen wir uns vom Navi zur nächsten Tankstelle führen. Die Tankstelle befindet sich in Mirow. Dort gibt es auch einen Geldautomat, an dem ich meinen Geldbeutel nachtanken kann. Außerdem warten hier drei Caches am Mirowsee darauf von der Cachemaus gefunden zu werden. Ein kostenfreier Wohnmobilstellplatz (N53 16.565 E12 48.737) macht unser Glück perfekt. Hier werden wir heute bleiben.

Der Stellplatz von Mirow

Hier gibt es Kanäle wie im Spreewald

Überall liegen Boote und stehen kleine Ferienhütten am Ufer

Kleine Paradiese

Die Seen sind mit Kanälen verbunden. Hier kann man auch toll Hausbooturlaub machen

Teilweise liegen hier richtig dicke Yachten in den Seen

Ich gehe die Caches suchen, Sarah begibt sich in die Stadt um zu shoppen und Fabian ist glücklich, dass wir weg sind und er in Ruhe Bomberman spielen kann. Nachdem ich den dritten Cache gefunden habe, kaufe ich leckeren Fisch, frische Brötchen und kehre mit meiner Beute zum Wohnmobil zurück. Jetzt gibt’s leckere Fischbrötchen. Sarah verschmäht den Leckerbissen allerdings. Sie ißt lieber Salami aufs Brötchen. Nach dem Essen machen wir drei uns nochmal auf den Weg ins Städtchen. Erst gibt’s ein Eis und dann schlendern wir in den Schloßpark und auf die so genannte Liebesinsel.

Leckeres Eis in der Abendsonne

Sarah

Fabian

Sarah und Fabian auf der Liebesinsel

Sarah fühlt sich offensichtlich wohl

Sarah posiert im Schloßgarten

Und noch ein Portrait von Sarah

Gerade habe ich festgestellt, dass unsere Homepage seit der Umstellung über eine halbe Million Besucher hatte. Es scheint eine Menge Mitleser zu geben. Gestern fehlten uns noch ca. 150 Besucher bis zur 500.000!

Noch ein kleiner Tipp: Wer sich so gar nicht vorstellen kann, wo wir uns gerade herumtreiben, der kopiert einfach die im Text immer wieder angegebenen GPS-Koordinaten in das Suchfeld von Google Maps. So bekommt man sehr schnell angezeigt, welcher Ort sich hinter den angegebenen Koordinaten verbirgt.

Donnerstag, der 5. August 2010

Am Morgen stehe ich auf und schleiche mich ins Führerhaus. Da hier auf diesem Stellplatz nur 12 Stunden Stehen erlaubt ist, halte ich es für besser, vor dem Frühstück noch einen Standortwechsel vorzunehmen. Fabian ist schon wach und hört iPod, Sarah schläft aber noch. Wir fahren etwa 25 km Richtung Osten. Unterwegs krabbelt Fabian zu mir ins Führerhaus. Am Useriner See, an der Useriner Mühle veranlasst uns ein Cache an einem Badeplatz mit großzügigem Parkplatz (N53 19.313 E12 58.013) zum Stehenbleiben. Der Strand wirkt etwas heruntergekommen und eine proivisorische Bretterbude in Parkplatzmitte tituliert sich selbst als Seeräuberbar. Am Strand steht etwas zusammengenageltes, dass wie ein Seeräuberschiff aussehen soll. Auf den ersten Blick erweckt der Strand den Eindruck eines Abenteuerspielplatzes. Auf den zweiten Blick allerdings nicht mehr, denn Plakate am Kinder-Seeräuberschiff verbieten den Kindern das Spielen. Offenbar soll diese Bretterbude eine Bar darstellen.

Der Strand

Das Seeräuberschiff

Egal: wir frühstücken jetzt erst einmal. Natürlich holen wir uns zuvor den hiesigen Cache, der erst seit zwei Tagen ausgelegt ist und Teil einer Serie ist, die zu den schönsten Badestellen Mecklenburg-Vorpommerns führen will. Wir haben allerdings schon deutlich schönere Badeplätze auf dieser Reise gesehen. Nach dem Frühstück stellt sich die Frage: baden wir hier noch, oder fahren wir weiter? Wir hätten uns wohl für’s Baden entschieden, wenn nicht inzwischen der Seeräuber und seine Nachkommenschaft auf dem Platz erschienen wäre. Allesamt ungewaschene, verfilzte Aussteiger, die mit ein paar Brettern auf dem Parkplatz eine Abenteuer-Gastronomie aufziehen wollen. Auf uns wirken sie allerdings eher abschreckend und so lautet der Familienbeschluß: weiterfahren! Es kommen bestimmt noch andere schöne Badeplätze. Es ist ohnehin noch sehr früh und die Sonne lacht heute wieder vom nahezu wolkenfreien Himmel. Das wird ein schöner Badetag.

Ein weiterer Versuch, einen Badeplatz zu finden: Hier gefällt es den Kindern aus folgenden Gründen nicht: 1. Es gibt keinen Steg, von dem aus man ins Wasser springen kann und 2. Hier baden die Leute ja nackt!!!

Der nächste größere See auf der Strecke ist der Tollensesee. Wir versuchen unser Glück an der südwestlichen Spitze, bei Tollenseheim (N53 28.377 E13 11.464), indem wir nach links zum See abbiegen und auf einer immer enger werdenden Betonholperpiste Richtung See wackeln. Irgendwann müssen wir umkehren, denn die Panzerstraße ist bis auf Trabbibreite zugewachsen. Auch der nächste Versuch, bei Klein Nemerow (N53 29.371 E13 12.983) schlägt fehl. Hier gibt es einen Wohnmobilstellplatz, aber der ist weit vom See entfernt. Außerdem ist er eingezäunt und verschlossen – es könnte sich ja womöglich ein Wohnmobil hierher verirren! Wir wenden und fahren weiter. In Neustrelitz halten wir bei einem McDoof. Das heute Mittagessen besteht zur großen Freude der Kinder aus einem Berg Hamburger.

Einen Ich-bin-auch-hiergewesen-Cache muss ich in Neustrelitz natürlich suchen: er befindet sich am Luisentempel und ist mit einer kleinen Klettereinlage verbunden. Gut, dass ich noch leidlich beweglich bin.

Wir durchqueren die Stadt Neubrandenburg, ohne dass die Kinder sich überreden lassen würden, stehen zu bleiben und die schöne Stadt zu besichtigen. Wir sind ja auch auf der Suche nach einem Badeplatz.

Allerdings führt unsere Route nach Nordosten und somit langsam aus der Seenplatte heraus, Richtung Insel Usedom an der Ostsee. Wir halten bald an jedem kleinen See an der Strecke. Der Mühlenteich (N53 39.728 E13 32.408) sieht vielversprechend aus. Unter dem Protest der Kinder schleife ich die Bande hinter mir her an den erhofften Badestrand, um dann zugeben zu müssen: es gibt hier keinen Badestrand. Das Ufer ist morastig und sieht nor von weitem einladend aus. Fabian hätte mir das gleich sagen können. Er weiß alles! Immer!

Ich gebe ja zu: ein Badeplatz sieht anders aus

Inzwischen ist uns klar: Wir werden keinen Badesee mehr finden. Die Ostsee ist jedoch nicht mehr weit entfernt und die Kinder stimmen sich schon auf’s Baden im Meer ein. Wir überqueren die Brücke zur Insel Usedom bei Zecherin (N53 51.943 E13 49.643) gegen 15:00 Uhr. Jetzt wird es Zeit, sich neu zu orientieren. Am Besten wird sein, zur Nordküste zu fahren und dort mit der Suche nach einem schönen Campingplatz zu beginnen. Stellplätze scheint es hier ja nicht zu geben. Wir starten also nach Ückeritz (N54 00.914 E14 03.132) durch und folgen dort der Ausschilderung zum Campingplatz. Fabian hat keine Lust, den Platz zu besichtigen, und so lassen wir ihn beim Wohnmobil vor dem Platz zurück. Ich gehe mit Sarah das Areal und den Strand besichtigen. Um es kurz zu machen: Der Plart ist teuer, überfüllt und verfügt über einen Strandkorbstrand, der uns absolut nicht gefällt.

Dieser Haufen befindet sich direkt neben der Fahrradvermietung des Campingplatzes. So etwa könnte hier ein Kundengespräch verlaufen: „Ich möchte bitte zwei Räder mieten“. „Kein Problem. Nehmen sie sich zwei Stück vom Haufen!“

Strandkörbe so weit das Auge reicht!

Wir fahren weiter. Nächster Versuch: Kölpinsee (N54 02.331 E14 01.369), ähnliches Ergebnis, Platz allerdings noch teurer. Was uns hier auffällt und mir vorher nicht bewußt war: Wir drei können pro Tag nochmals 5€ Kurtaxe veranschlagen um überhaupt an den Strand zu dürfen. Da habe ich noch in keinem anderen Land erlebt.

… aber hier gibt es wenigstens keine Strandkorbsiedlung!

In Koserow liegt der Campingplatz an der Südseite eines Neubaugebietes, in dem viele Ferienhäuser gebaut werden. Um an den Strand zu gelangen, muss man erst ca. 200 Meter durch einen Wald laufen, dann ca. 300 Meter durch das Neubaugebiet und dann nochmals 300 Meter durch einen Wald. Danach steht man an einem Steilhang und muss noch gefühlte 200 Meter Treppen nach unten laufen, um zum Strand zu gelangen. Nichts für uns, obwohl mein altkluger Fabian meint, mir könne man es nie recht machen. Ihm wäre das nicht zu weit. Haha! Da kenne ich ihn besser.

Das Neubaugebiet

Blick von der Steilkante hinunter zum Strand

Nächster Versuch: bei Netzelkow (N54 01.614 E13 54.584) ist in der Promobil-App der einzige Stellplatz weit und breit ausgewiesen. Als wir dort ankommen, tritt wieder Ernüchterung ein: Hier kann man mitnichten baden! Das Wasser ist schmutzig und auch gar nicht zum Baden gedacht. Vielmehr befindet sich hier ein Anlegeplatz für abwrackungsbedürftige Seelenverkäufer und ältere Yachten. Wahrscheinlich sind hier die Liegeplatzkosten niedriger als sonstwo auf dieser Insel. Der Stellplatz besteht aus einem gemähten Wiesenstück nahe der Anlegestelle. Die Rezeption befindet sich in einem der Seelenverkäufer, der gleichzeitig auch als Restaurant dient. Ich muss den Kindern nicht erklären, dass ich hier nicht bleiben will. Sie wollen es auch nicht.

Ohne Worte…

Was will man dazu auch sagen?

Links das Restaurantschiff

Dieses schnuckelige Gartenhäuschen liegt auch hier am Steg

Jetzt wird es allerdings langsam Zeit, einen Platz für die Nacht zu finden. Wir verlassen die Insel Usedom ungebadet wieder um 18:30 Uhr bei N54 03.295 E13 47.209 über eine eindrucksvolle Hebebrücke.

Gewaltige Gegengewichte gleichen die Masse der Fahrbahn aus

Es tut sich ein weiteres Problem auf: wir brauchen etwas zum Abendessen. Die Geschäfte in den kleineren Orten an der Strecke scheinen bereits um 18:00 Uhr geschlossen zu haben. Also starten wir schließlich in die nächstgrößere Stadt Greifswald durch. Hier gibt es einen Edeka (der allerdings bei unserer Ankunft nach 19:00Uhr auch schon geschlossen hat) und, als Plan B, einen Norma-Markt. Der hat allerdings bis 21:00 Uhr geöffnet. In meiner POI-Datenbank finde ich sogar einen Wohnmobilstellplatz in Greifswald, den die Promobil-App nicht kennt. Dorthin bringen wir unser frisch erworbenes Abendessen. Für sechs Euro die Nacht lassen wir uns nahe des Hafens von Greifswald nieder (N54 05.951 E13 23.427) und decken den Abendessentisch. Der Abend wird noch recht lustig und bis die Kinder im Bett sind, ist es bereits fast 22:00 Uhr. Für mich beginnt jetzt noch die Büroarbeit: Bilder aussortieren und Reisebericht schreiben. Aber ich tue es ja gerne!

Fabian, mein Hilfsnavigator

Freitag, der 6. August 2010

Wir stehen recht ruhig auf dem Stellplatz am Hafen von Greifswald. Zwar ziehen Nachts ein paar Betrunkene grölend am Platz vorbei, aber für die hier parkenden Wohnmobile interessieren sie sich nicht. Um 9:00 Uhr stehen wir auf. Wir frühstücken und waschen danach ab. Nachdem ich die 6€ für die Übernachtung bezahlt habe, brechen wir auf. Um zu verhindern, dass wir heute wieder den ganzen Tag ziellos von Platz zu Platz ziehen, habe ich heute morgen ein paar Campingplätze auf Rügen herausgesucht und dorthin fahren wir jetzt.

Der Wohnmobilstellplatz von Greifswald

Im Hafen liegen haupsächlich Segelyachten

Das Navi ist auf die kürzeste Strecke eingestellt. Deshalb führt unsere Route auch nicht über die Brücke nach Rügen, sondern über die Glewitzer Fähre. 12,50€ kostet die Überfahrt.

An Bord der Fähre

Das erste anvisierte Ziel ist der Caravancamp Dranske (N54 37.752 E13 13.418), der im Internet recht schön ausgesehen hat. Wir fahren und fahren, um plötzlich wieder an eine Fähre zu stehen (N54 33.136 E13 14.600). Wir nehme die Überfahrt gerne in Kauf, denn die Straßenverbindung wäre um einiges länger gewesen.

Die Wittower Fähre

Trotzdem, um auf derartige Überraschungen künftig vorbereitet zu sein, sollte ich vor Fahrtbeginn einmal der ganze errechnete Strecke in Augenschein nehmen. Wir erreichen den Caravancamp um 12:45Uhr. Wir parken neben der Rezeption und Sarah begleitet mich auf den Weg zum Platz, um ihn in Augenschein zu nehmen, als und der Platzbetreiber entgegen kommt. Auf unsere Frage, ob es für uns noch einen Platz gäbe, meint er kurz angebunden: „Nur für eine Nacht. Morgen früh um 11:00 Uhr müsst ihr verschwunden sein“. Der Platz ist rappelvoll. So eine unfreundliche Art kann sich nur jemand erlauben, dem die Kunden die Tür einrennen und dem es egal ist, ob sie wiederkommen. Wir schauen noch kurz zum Strand hinunter und beschließen, dass es uns hier ohnehin nicht gefallen hätte. Wir fahren weiter. Unser Navi führt uns jetzt von Platz zu Platz. Der nächste Campingplatz gefällt uns nicht und auf dem Campingplatz bei Nonnevitz (N54 40.028 E13 17.769) wimmelt man uns an der Rezeption sofort ab: kein Platz für Wohnmobile.

Seemann auf dem Ausguck des Caravancamp Dranske

Der Strand hätte uns ohnehin nicht gefallen

Sind wir schon so weit im Norden?

So erreichen wir Drewoldke (N54 38.067 E13 22.400). Das ist ein weiterer Campingplatz der im Internet einen positiven Eindruck auf mich gemacht hat. Leider ist die Rezeption geschlossen. Mittagspause von 13:00 bis 15:00 Uhr. Ich schaue mir den Platz an und stelle fest, dass es noch Platz für uns geben dürfte. Um den gröbsten Mittagshunger zu besänftigen, kaufen wir uns im patzeingenen Supermarkt eine heiße Bockwurst. Danach setzen wir uns vor die Rezeption, um nach deren Wiederöffnung nicht allzuweit hinten in der Schlage zu stehen. Es kommen immer mehr Reisende, die sich in die Menschentraube vor dem Eingang der Rezeption einreihen.

Hier gibt es keinen Sandstrand sondern nur große Kiesel

Der Platz ist aber recht schön

Punkt 15:00 Uhr öffnet sich die Tür und wir sind unter den ersten, die bedient werden. Wir fragen nichts mehr, sondern buchen sofort einen Platz für zunächst 2 Tage. Das haben wir gelernt: hier ist man nicht wählerisch. Man muss froh sein, einen Platz zu bekommen. Außerdem haben wir ja genügend Zeit gehabt, den Platz zu besichtigen. Der Campingplatz ist nicht parzelliert, aber trotzdem erhalten wir einen Stellplatz zugewiesen. Erst bin ich nicht so begeistert, aber schließlich stellt sich unser Platz als gar nicht so schlecht heraus. Sogar Bäume für unsere Hängematte haben wir. Schnell haben wir alles notwendige ausgepackt und aufgebaut. Kurze Zeit später sind die Kinder auch schon im Meer verschwunden. Ich teste derweil mit einer Flasche Bier die Festigkeit der Hängematte aus.

Unsere Residenz

Sarah verabschiedet sich zum Spielplatz

Fabian auf dem Spielplatz

Am frühen Abend lade ich den Roller ab und fahre in die nächste Ortschaft um Fleisch zu kaufen. Danach heize ich den Grill an. Die Kinder sind auf dem Spielplatz und haben bereits erste Kontake geschlossen. Tja, dann werde ich die nächsten Tage wohl die Zeit alleine verbringen müssen…

Beim Abendessen

Nach dem Abendessen waschen Sarah und ich ab, während Fabi sofort wieder auf den Spielplatz verschwindet. Als wir mit der Hausarbeit fertig sind, geht auch Sarah wieder hinüber zu den anderen Kindern. Ich eröffne wieder mein Klappbüro und schreibe auf, was wir heute erlebt haben.

Eines muss ich noch klarstellen: dieser Reisebericht handelt von unseren Erlebnissen. Er soll keinen der beschriebenen Orte in einem schlechten Licht darstellen. Wenn es uns irgendwo nicht gefällt, heißt das nicht, dass es an diesem Ort nicht schön ist. Es hat nur uns in der jeweiligen Situation nicht gefallen. Wenn ich also gestern nicht positiv genug über unsere Erlebnisse auf Usedom berichtet habe, dann waren das unsere Empfindungen – mit zwei unzufriedenen Teenagern, die eigentlich den ganzen Tag nach dem ultimativen Badeplatz gesucht haben und abends feststellen, dass sie viellcht doch zu wählerisch waren.

Abend beginnt in der Strandbar die aus zwei Gitarristen bestehende Band Kühn & Große aus Berlin zu spielen. Die Musik klingt gut und so beschließe ich, mein Abendbierchen dort zu trinken. Die zwei spielen Oldies und singen dazu – echt super!

Kühn & Große aus Berlin in Concert

Echt zu empfehlen!

Samstag, der 7. August 2010

Heute ist der Himmel bedeckt. Zum Frühstück hole ich frische Brötchen im platzeigenen Supermarkt. Nachdem es gestern reichlich spät geworden ist, ich bin mit unserem Wohnmobilnachbarn noch bis 2:00 Uhr draußen gesessen, bin auch ich heute erst um 9:00 Uhr aufgestanden.

Beim Frühstück

Nach dem Frühstück waschen Sarah und Fabian das Geschirr ab. Ich pumpe derweil die Reifen der Fahrräder der Kinder auf. Da das Wetter heute nicht nach Baden aussieht, wäre eine kleine Radtour genau die richtige Alternative. Es kostet wieder einiges an Überredungskünsten, auch Fabian davon zu überzeugen, dass das beste Mittel gegen Langeweile ist, etwas zu unternehmen. Schließlich gelingt es mir, ihn zu mobilisieren, indem ich ein Eis in Aussicht stelle. Dummerweise geht unser Ausflug nun auch nur bis zur nächsten Eisdiele. Hier muss ich mein Versprechen einlösen und damit endet unser Fahrradausflug, bevor er richtig angefangen hat.

Am Strand von Drewoldke

So kann man sich von den Strapazen der 1 km langen Radtour am Besten erholen!

Inzwischen ist die Sonne hervor kommen. Also packen wir unsere Badesachen zusammen und begeben uns an den Strand.

Am Strand. Es ist windig, aber nicht windig genug um Drachen steigen zu lassen.

Allerdings gibt die Sonne nur ein kurzes Gastspiel und so begeben wir uns schon bald zurück zum Wohnmobil, um etwas zum Mittagessen zu kochen. Es gibt mal wieder leckere Spaghetti mit Tomatensauce a la Papa. Danach verziehen sich die Kinder wieder auf den Spielplatz und ich mich in die Hängematte. Es ist recht frisch geworden.

Am Nachmittag fahre ich mit dem Motorroller noch ein paar Caches in der näheren Umgebung suchen. Es nieselt bereits, als ich aufbreche. Für knapp zwei Stunden bleibt es beim leichten Nieselregen, danach wird der Regen stärker und zwingt mich zur Rückkehr auf den Campingplatz.

Die Kirche von Altenkirchen

Steilküste nahe des Campingplatzes Ostseewind. Erst gestern waren wir hier, um den Platz zu besichtigen. Heute suche ich an dieser Küste einen Cache. Man sieht dunkle Wolken über der Insel. Sie verheißen nichts Gutes

Fabian hat es inzwischen geschafft, es sich mit den Kindern auf dem Spielplatz zu verderben. Er sitzt auf dem Klettergerüst, den Kopf zwischenden Beinen und rührt sich nicht mehr. Sarah meint, isch solle ihn da herunter holen, aber Fabian reagiert auch nicht auf meine Ansprache, also lasse ich ihn sitzen. Er wird schon kommen. Es stehen ohnehin bereits alle Kinder des Platzes um das Klettergerüst herum und warten darauf, was als nächstes passiert.

Auch gestern Abend gab es wohl Streit auf dem Spielplatz, denn Fabian kam Abends voller Wut zum Wohnmobil und brüllte jeden von uns unflätig an. Ich weiß bis heute nicht, was dort vorgefallen ist. Als ich heute vorsichtig nachhakte, bekam ich keine Antwort außer, dass ich ihn in Ruhe lassen solle. Fabian ist in letzter Zeit sehr schwierig und je länger der Urlaub geht, destso schwieriger wird er. Er kennt nur noch ein Thema: er will nach Hause. Er wollte überhaupt nicht mitfahren.

Kurze Zeit später kommt Fabian, als ob nichts gewesen wäre, zum Wohnmobil. Sarah und er gehen gemeinsam zum Duschen, danach essen wir noch eine Kleinigkeit und dann gehen die Kinder ins Wohnmobil, während ich noch etwas mit unseren Wohnmobilnachbarn zusammensitze. Aus dem Etwas wird wieder die halbe Nacht. Es muss weit nach 2:00 Uhr sein, als wir endlich schlafen gehen.

Sonntag, der 8. August 2010

In der Nacht beginnt es zu regnen, besser gesagt, zu gießen. Es hört auch nicht auf, als wir gegen 9:30 Uhr aufstehen. Wir frühstücken im Wohnmobil, während sich draußen, auf dem Weg neben dem Wohnmobil, langsam ein See bildet. Teilweise schwillt der Regen zum Wolkenbruch an und der See wird immer tiefer und breiter. Schon bald hat er den Weg hinter sich gelassen und beginnt die umliegenden Flächen, wo auf der einen Seite Autos geparkt sind und auf der anderen seite unser Wohnmobil steht, zu füllen. Es sieht sehr nach einem Dauerregen aus, denn der Himmel ist in allen Richtungen gleichmäßig grau. Wir halten kurz Kriegsrat und sind uns dann einig: wir verlassen den Campingplatz heute. Bei diesem Dauerregen können wir aber gleich auch die Insel Rügen verlassen, denn was sollen wir hier bei diesem Wetter auch tun?

Es regnet nicht nur, es gießt vielmehr wie aus Kübeln

Der See neben unserem Wohnmobil. Die meisten Laute haben ihre hier geparkten Autos bereits in Sicherheit gebracht.

An diesem Golf kann man erkennen, wie tief das Wasser inzwischen schon ist

Also beginne ich, im Regen zusammenzupacken. Alles ist nass, aber Hauptsache wir haben es im Auto. Wenn das Wetter irgendwann und irgendwo besser ist, werden wir uns wieder auf einem Campingplatz niederlassen und die feuchten Sachen trocknen. Gegen Mittag sind wir fertig. Wir fahren noch zum Entsorgen, bezahlen dann die Platzmiete und verlassen den Campingplatz. Fabian kennt wieder nur ein Thema: er will nach Hause. Sarah und er haben nur noch Streit miteinander. Es gibt die wüstesten Beschimpfungen zwischen den beiden. Sarah geht auf die Nerven, dass sich alles nur noch um Fabian zu drehen scheint. Schließlich versuchen wir ständig, ihn bei Laune zu halten. Fabian nutzt das natürlich aus, hilft nichts oder nur unter größtem Theater. Er macht nur was er will, kommt und geht, wann er will und tut alles, um uns den Urlaub nach Kräften zu verderben. Es macht wirklich keinen Spaß mehr mit ihm. Es gibt Momente, da bekommt man den Eindruck, dass alles in Ordnung und Fabian zufrieden ist. Aber nur Minuten später kann er wie ausgewechselt sein. Dazu reicht die kleinste Nichtigkeit, eine minimale Bemerkung von mir oder Sarah.

Wir nehmen Kurs auf die Brücke nach Stralsund. Es regnet immer noch in Strömen. Unterwegs redet Fabian immer wieder davon, dass er nach Hause will. Ich frage ihn, was er denn möchte. Er meint, er wolle keinen Urlaub in Deutschland. Er hätte gedacht, wir würden nach Frankreich fahren. Dort würde es ihm gefallen, aber in Deutschland sei alles langweilig. Das ist natürlich Quatsch, denn wir hatten lang und breit besprochen, dass wir uns dieses Jahr die Norddeutschen Küsten anschauen wollen. Aber Fabian biegt sich die Wahrheit eben so zusammen, wie er sie für seine Argumentation benötigt. Wir diskutieren während der Fahrt, dass wir durchaus noch nach Frankreich fahren könnten. Nach Rügen nehmen wir ohnehin Kurs Richtung Westen. Ich möchte, zusammen mit den Kindern, gerne noch an den Nord-Ostseekanal und an die Nordseeküste. Die Kinder haben beide davon geschwärmt, einmal Ebbe und Flut zu sehen. Schließlich hatten sie diesen Stoff bereits in der Schule behandelt. Aber was Fabian gestern gesagt hat, interessiert Fabian heute schon nicht mehr. Jetzt meint er, ein Urlaub in Frankreich hätte ihm gefallen, Deutschlands Küsten interessieren ihn nicht.

Kurz bevor wir Rügen verlassen, halte ich noch an einem Real-Supermarkt an. Hier auf der Insel haben die Geschäfte Sonntags auch von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Wir benötigen ein paar Lebensmittel und einige andere Kleinigkeiten. Sarah und Fabian wollen in der Zwischenzeit die berüchtigte Dose Ravioli warm machen und essen. Der Parkplatz des real ist bis auf den letzten Platz belegt. Es regnet immer noch in Strömen und die Leute scheinen alle den Supermarktbesuch als Alternativprogramm zu sehen. Im Supermarkt geht es zu wie auf dem Basar. Ein Mann sagt zu seiner Frau, dass ih das Gedränge an Weihnachten erinnere und das trifft den Nagel auf den Kopf. Als ich meine Sachen zusammen habe, stehe ich eine geschlagene halbe Stunde an der Kasse an.

Real-Parkplatz an einem Sonntag-Nachmittag

Endlich komme ich zum Wohnmobil zurück. Aber die Kinder haben nicht gegessen. Sie haben die Dose nicht aufbekommen. Der Dosenhöffner, den wir erst auf dieser Reise gekauft haben, der Wohnmobildosenöffner liegt offenbar zu Hause, hat sich als unbrauchbarer Schrott herausgestellt. Die Raviolidose sieht aus wie nach einem Verkehrsunfall, ist aber trotzdem nicht offen. Mit Hilfe eines Schraubenziehers und einer Zange schaffe ich es schließlich, der Dose den Inhalt zu entlocken. So kommt Fabian doch noch zu seinen Ravioli.

Nach dem Essen fahren wir weiter, bis wir gegen 17:00 Uhr in einer Siedlung Station machen. Es regnet immer noch und es macht eigentlich keinen Sinn, heute noch endlos weiter zu fahren. Vielleicht ist das Wetter morgen schon wieder besser und wir können hier irgendetwas unternehmen. Um Fabian einen Gefallen zu tun, lege ich eine DVD in unseren portablen Abspieler, die ihm gefallen dürfte: „The Fast And The Furious“. Dazu gibt es Bonbons und Chips. Später versuche ich den Kindern das Kartenspiel Kanasta beizubringen, aber Kartenspielen war mit Fabian schon immer schwierig bis unmöglich, so auch diesmal, sodass nach einigen Versuchen Sarah und ich alleine weiterspielen.

Videoabend im Regen

Als es bereits gegen 21:00 Uhr ist, entwickelt sich zwischen Sarah und Fabian wieder ein heftiger Streit, in dessen Verlauf Fabian immer mehr ausrastet, brüllt und tobt und alles durchs Wohnmobil schmeißt, was er greifen kann. Ich verfrachte ihn in den Alkoven, wo er weniger zerstören kann und versuche ihn zu beruhigen oder unter Kontrolle zu bekommen. Aber Fabian lässt sich nicht beruhigen. Er tobt und wirft Sarahs Sachen aus dem Alkoven, was diese wiederum ebenfalls in Wut bringt. Kurz gesagt: hier fliegen die Fetzen. Fabian brüllt aus Leibeskräften. Fabian kann sehr laut brüllen. Irgendwann klopft es an die Wohnmobiltür. Ich habe bereits damit gerechnet, dass dieses Gebrüll die Bewohner der Siedlung auf den Plan rufen wird. Sarah öffnet die Tür.

Draußen steht eine Menschentraube. Eine Frau kommt herein und fragt, ob wir Hilfe bräuchten. Sie fragt Fabian, was er habe, will von uns wissen, was der Auslöser für Fabians Gebrüll gewesen sei. Wir versuchen zu erklären, aber eigentlich kann man das gar nicht erklären. Fabian hat manchmal solche Aussetzer. Wie erklärt man das einer Fremden? Fabian hat sich inzwischen dazu entschlossen, Toter Mann zu spielen. Er liegt in Ebryostellung im Bett und reagiert auf keinerlei Ansprache. Er bleibt noch lange so liegen, als die Frau wieder gegangen ist, nicht ohne anzudrohen, dass sie Maßnahmen ergreifen werde, wenn jetzt nicht Ruhe sei. Sarah ist die Geschichte hochpeinlich und ich bin irgendwie nur ernüchtert. Fabian hat es jetzt wohl geschafft. Ich denke, wir werden diesen Urlaub beenden. Er hat es sich in den Kopf gesetzt, uns die Reise zu verderben, um vorzeitig nach Hause zur Playstation zu kommen und das hat er jetzt geschafft. Zumindest hat er geschafft, dass unser Urlaub vorzeitig endet. Auf die Playstation wird er zuhause weiterhin verzichten müssen.

Erst überlege ich, sofort Kurs Richtung Heimat zu nehmen. Wenn ich heute Nacht durchfahre, könnten wir morgen Vormittag zuhause sein. Schließlich halte ich es aber doch für klüger, eine Nacht darüber zu schlafen und morgen früh zu entscheiden.

Montag, der 9. August 2010

Am Morgen regnet es noch immer. Als ich aufstehe, ist im Alkoven noch niemand wach. Ich wasche und rasiere mich, räume das Wohnmobil auf und schleiche mich dann ins Führerhaus. Vom Navi lasse ich mir die Strecke Richtung Heimat berechnen. Es sind 865km bis nach Hause. Ich starte das Wohnmobil und fahre los. Wahrscheinlich stehen die Hausfrauen in ihren Einfamilienhäusern dieser Siedlung jetzt hinter den Vorhängen und schauen uns nach. Wir waren gestern Abend wohl so etwas wie Zigeuner, die in ihr Idyll eingebrochen sind.

Die Strecke nach Hause führt uns zunächst auf die A20 Richtung Rostock. Das trifft sich gut. So bleibt die endgültige Entscheidung, ob und wie es mit unserem Urlaub weiter geht, noch etwas offen. Nach knapp einer Stunde Fahrt bleibe ich auf einem Autobahnrastplatz stehen, um Frühstück zu machen. Die Kinder sind inzwischen wach. Beim Frühstück sprechen wir darüber, was wir jetzt tun sollen. Sarah gefällt unsere Reise und möchte gerne weiter fahren. Fabian möchte eigentlich schon heim, zeigt sich aber wieder versöhnt und will uns nicht den Urlaub verderben. Wir beschließen, die Heimfahrt zu verschieben und jetzt nach Rostock weiter zu fahren. Rostock ist eine Hansestadt. Dort ist es bestimmt schön und ich hoffe, dass auch Fabian auf seine Kosten kommt. Je weiter wir Richtung Rostock kommen, umso mehr reißt der Himmel auf. Auf dem Rastplatz, auf dem wir gefrühstück hatten, regnete es noch. Jetzt scheint aber bereits die Sonne. Als wir Rostock erreichen, scheint die Sonne von einem fast makellos blauen Himmel. Es gibt einen Stellplatz am Hafen. Dorthin lassen wir uns vom Navi lotsen. Nachdem wir das Wohnmobil abgestellt und ein Tagesparkticket für 5€ gelöst haben, machen wir uns stadtfein zurecht und dann zunächst auf den Weg in den Hafen.

Der Parkplatz am Hafen (N54 05.487 E12 07.866)

Leider sind wir einen Tag zu spät dran. Wir erfahren erst durch die überall hängenden Plakate, dass bis gestern hier die 20. Hanse Sail stattgefunden hat. Das Ganze war wohl mit einem großen Rummel verbunden, der jetzt gerade abgebaut wird. Aber schöne Segelschiffe liegen noch hier. Ich komme aus dem Staunen nicht heraus, während Fabian Segelschiffe schon wieder langweilig findet. Immerhin schaffe ich es, in bis zum letzten Schiff am Kai bei der Stange zu halten.

Der Eisbrecher Stephan Jantzen

Dampf-Eisbrecher Stettin

Erbaut 1933!

Ich liebe es, alte Segelschiffe anzuschauen. Leider kann Fabian damit nichts anfangen.

Eine Segelschiffbesatzung in historischen Kostümen

Man beachte die Bierzapfanlage

Hier werden Vorräte für die Weiterfahrt gebunkert

Dieses schöne Schiff heißt Aphrodite

Und das ist Aphrodite

Ein kleiner Drachen im Ausguck

Gruppenbild: Achim mit Liberty

Danach gibt es aber nur noch eines, was Fabian bei Laune hält: Essen. Er braucht jetzt unbedingt etwas zwischen die Kiefer. Nichts leichter als das: wir schlendern Richtung Einkaufspassage, wo Fabian sich im erstbesten Bäcker ein leckeres Bullettenbrötchen aussucht. Sarah kauft sich eine Pizza. Nach dem Essen beschließen Fabian und ich, uns die Zeit im Elektromarkt Saturn zu vertreiben. Zeit, die Fräulein Sarah benötigt, um in Ruhe zu shoppen. Das wünscht sie sich schon so lange. Wir vereinbaren einen Treff- und Zeitpunkt und trennen uns.

Blick aufs Kröpeliner Tor

Einkaufscenter am Kröpeliner Tor

Im Zentrum des Einkaufscenters

Ein momentan zufriedener Fabian auf dem Weg zum Saturn-Markt

Fabian und ich schlendern durch den Saturn, schauen uns Fernseher und iPods an, und vertreiben uns hier die Zeit, ohne etwas zu kaufen. Fabian wünscht sich einen iPod Touch, aber der würde ihm jetzt gar nichts bringen, denn man müsste ihn mit iTunes aktivieren. Wir haben jedoch keinen Rechner mit iTunes dabei. Als wir wieder alle zusammen sind, möchte Fabian zurück zum Wohnmobil. Er hat vom shoppen die Nase voll. Also gehen wir zurück um Fabian an unserem mobilen Zuhause abzuliefern. Danach kehren Sarah und ich nochmals zur Shoppingmeile zurück. Sarah möchte noch etwas weiter bummeln und ich werde mir derweil die Zeit mit zwei Caches vertreiben, die unweit von hier versteckt sind. Um 16:00 Uhr wollen wir uns am Brunnen am Universitätsplatz, im Zentrum der Einkaufsmeile, wieder treffen. Nachdem ich die beiden Caches gefunden habe und die ganze Einkaufsmeile entlang geschlendert bin, kehre ich zum vereinbarten Treffpunkt zurück uns setze mich auf eine Bank am Rande des Brunnens. Es macht Spaß hier zu sitzen und den Menschen zuzuschauen – besonders den kleinen Kindern, die zwischen den Fontänen des Brunnens herum hüpfen.

Im Zentrum von Rostock

Eine Wassertreppe!

Aber Papa!

Ein Fußballhund nahe des ersten Caches

Das Rostocker Rathaus

Der Marktplatz

So weit ist es nach…

Der Brunnen am Universitätsplatz

Wenn der Seemann auf seinem Schifferklavier…

Hier gibt’s Schuhe!

Als Sarah nach erfolgreicher Einkaufstour am Treffpunkt eintrifft, ist sie überglücklich. Sie hat einige schöne Teile gekauft und möchte jetzt unbedingt zurück zum Wohnmobil, um eine Modenschau zu veranstalten. Fabian hat die Zeit mit Spielen verbracht. Um ihn jetzt bei Laune zu halten, darf er mit dem iPhone spielen. Zu einer Runde Kanasta kann ich ihn leider nicht überreden. Karten sind eben nicht elektrisch. Auch in den Hafen möchte er mich nicht mehr begleiten. Also spielen Sarah und ich Kanasta, während Fabian auf dem iPhone ein Computerspiel zockt.