Samstag, 8. September 2001

Als ich am Morgen aufstehe, sitzt mein kleiner Sohn schon auf dem Steg und angelt. Er ist richtig drollig, wie er da so alleine draußen auf dem Steg sitzt und seinen leeren Angelhaken ins Wasser hält.

Heute ist auch Sarah krank. Sie hat Schnupfen und klagt über Kopfschmerzen. Fabian schnupft zwar auch, aber ihn hat es nicht so stark erwischt.

Um 11 Uhr fahre ich mit eXtreme auf den Babadağ. Der Himmel ist strahlend blau und ich hoffe, dass die Thermik heute besonders gut sein wird. In 2000 Meter Höhe ist es sehr kalt. Es hat mächtig abgekühlt. Unten im Tal brennt die Sonne erbarmungslos auf die Felsen. Eigentlich erwarte ich eine 'Hammerthermik'. Die Fernsicht ist heute gigantisch. Sogar die griechische Insel Rhodos kann man in der Ferne erahnen. Die Luft ist außergewöhnlich klar.

Mit der Thermik habe ich mich allerdings verschätzt. Ich kann mich zwar um etwa 150 Meter über meinen Startplatz auf 1600 Metern hocharbeiten und einige Zeit dort oben halten, aber mehr ist nicht drin. Und Werte habe ich zwischen 4 m/s Steigen und 4m/s Sinken. Es macht keinen großen Spaß. Als ich an einer Stelle, an der ich eben noch Steigen hatte, plötzlich nur noch 3-4 m/s Sinken habe, entschließe ich mich, den Kampf aufzugeben und ins Tal hinaus zu fliegen. Den Grund für die zerrupfte Thermik sieht man an den aufziehenden Wolken in der 'obersten Etage'. Über uns zieht eine Kaltwindströmung hinweg. Bald ist der Himmel wieder bedeckt.

Ich fliege über unseren Campingplatz und mache einige Luftaufnahmen. Unser Wohnmobil ist in Bildmitte zu erkennen. Unsere Freunde stehen unten und schauen mir zu. Bis auf 350 Meter Höhe bleibe ich über dem Ölüdeniz (totes Meer), dann fliege ich hinüber zu meinem Landeplatz.

Nach 45 Minuten lande ich. Es war trotz allem ein schöner Flug. Mit meiner butterweichen Punktlandung auf der Matte von Troy bin ich auch zufrieden.

Als ich zum Wohnmobil zurück kehre, fahren Jerry, Norbert, der heute mit seiner Familie wieder hier ist und ich nach Fethiye zum Barbier. Alle drei haben wir eine Rasur dringend notwendig. Annemarie besteht darauf, vorher und nachher ein Foto zu machen, damit man den Unterschied sehen kann.

Am Abend grillen wir wir mit unseren Freunden Fisch und Knoblauchbrot. Es wird wieder ein gemütlicher Abend.

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