Freitag, der 31. Juli 2009

Irgendwann in der Nacht wache ich auf, weil ich glaube, dass das Schiff seine Motoren gedrosselt hat. Ich tapse nach vorne ins Führerhaus, wo das Navi tapfer unseren Track aufzeichnet. Falscher Alarm! Die Fähre befindet sich in Höhe von Lecce. Das Navi berechnet noch 3,5 Std. bis zur Ankunft in Igoumenitsa. Ich gehe wieder ins Bett und schlafe weiter.

Das nächste Mal wache ich von der Lautsprecheransage auf, in welcher den Passagieren angekündigt wird, dass die Fähre in wenigen Minuten in Igoumenitsa einlaufen werde. Schnell bin ich aus dem Bett und schließe die Fenster. Tatsächlich ist die Fähre aber noch weit vom Hafen entfernt und es dauert noch über eine halbe Stunde, bis wir einlaufen.

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Unser Schiff läuft in Igoumenitsa ein

Um 9:00 Uhr griechischer Zeit, ich habe inzwischen alle Uhren umgestellt, verlassen wir das Schiff. Unser erster Weg soll uns an einen schönen Strand nördlich von Igoumenitsa führen. Tatsächlich verfranzen wir uns gleich mächtig und erreichen die Küste nach 7 Kilometern Staubpiste an einer völlig unattraktiven Stelle. Wären wir doch gleich zum Drepano-Beach gefahren, ärgern wir uns. Wir rumpeln den Staubweg zur Straße zurück und kehren nach Igoumenitsa zurück.

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Eine Kuhherde steht im Weg. Ganz langsam und vorsichtig tasten wir uns an ihnen vorbei.

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Für unseren kleinen Griechen sind das die ersten Kühe seines Lebens. Er stellt sämtliche Haare auf!

Eine der ersten Anschaffungen wird eine anständige Karte vom Festland sein. Wir bevorzugen die Karten der Road-Ediition. Die Straßen, auf denen wir im Augenblick unterwegs sind, sind auf unserem Garmin nüvi auch mit der aktuellen 2010 Karte noch nicht dokumentiert. Griechenland ist in den meisten Navis immer noch nicht zu 100% abgedeckt. Ich habe noch eine freie Karte auf meinem Handgerät Garmin 60CS, die wenigstens einige Straßen enthält. Diese Karte ist aber nicht routingfähig.

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Außer Spesen nichts gewesen. Diese Staubschicht hätten wir uns sparen können!

Immerhin sehe ich, dass es eine Straße an der Küste entlang nach Drepano gibt. Diese Strasse nehmen wir und fahren hinaus auf die Landzunge. In einem Wäldchen am Strand stellen wir das Wohnmobil ab und stürzen uns ins Wasser.

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Das Wohnmobil steht im Schatten

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Und wir stürzen uns das erste Mal dieses Jahr in die angenehm warmen Fluten des Mittelmeeres

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Toben macht Hunger!

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Am Nachmittag müssen wir dafür sorgen, dass die Kinder nicht bereits am ersten Tag zu viel Sonne abbekommen. Wir verbannen sie unter den Sonnenschirm.

Den ganzen Tag verbringen wir mit Baden. Zwischendurch lade ich den Roller ab und fahre damit den Strand erkunden und später nach Igoumenitsa zum Einkaufen. Außerdem lade ich in einem Wind-Laden meine griechische Prepaid-Karte auf. Wenn alles klappt, sollten wir ab irgendwann heute Abend für sieben Tage Internet haben. Ach ja, auf der Strecke von Igoumenitsa nach Drepano befindet sich ein Cache. Ehrensache, dass ich den nicht ungesucht lasse!

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Wenn man auf der Landzunge von Drepano aus noch weiter fährt, gibt es viele herrliche freie Stellmöglichkeiten.

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Diese Krachmacher sorgen für das typische, in Griechenland allgegenwärtige Zirpen

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Auch heute gesehen: eine Pferdefamilie mit durstigem Nachwuchs bei der Pause mitten auf der Straße. Wir warten natürlich geduldig, bis die Mahlzeit beendet ist.

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Als es etwas kühler geworden ist, darf auch Sissy an den Strand und ihr Lieblingsspiel spielen: Bällchen holen!

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Papa genießt sein erstes Amstel dieses Urlaubs in der untergehenden Sonne

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Nach dem Abendessen – es gibt griechischen Salat – toben die Kinder nochmals im Meer herum. Es ist herrlich hier!

Als es dunkel wird, fallen die Steckmücken über uns her. Schnell flüchten wir ins Wohnmobil. Die Kinder gehen zu Bett und daddeln noch ein bisschen gegeneinander (die Nintendo DS kann man koppeln und miteinander spielen). Ich schreibe an meinem Reisebericht weiter und nehme meinen Internetzugang in Betrieb. Es klappt alles reibungslos und so kann ich die ersten drei Tage meines Berichtes bereits hochladen.

Unsere heutige Tagesetappe:

Noch eine Anmerkung zur Farblegende: In Grau werden die Strecken dargestellt, die mit dem Wohnmobil zurückgelegt wurden. Mit dem Roller gefahrene Strecken sind magentafarbig und zu Fuß zurückgelegte Wege (wenn in der Auflösung überhaupt erkennbar) werden grün angezeigt.

 

 

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