Pfingsten 2004: Geocaching-Tour mit dem Wohnmobil

Beim Geocaching wird man an die idyllischsten Plätze geführt. Das liegt daran, dass es in jeder Region Geocacher gibt, die ihre Caches an den schönen Stellen verstecken, die sie irgendwann mal entdeckt haben und die sie gerne ihren Mitcachern zeigen möchten.

Pfingsten 2004 haben wir zwei Wochen Urlaub. Aber statt in die Ferne zu schweifen, beschließen wir, in der Heimat zu bleiben und am 21. Mai 2004 auf Cachetour zu gehen. Und so befindet sich der erste Übernachtungsplatz Horb auch nur 18 Kilometer von unserem Heimatort entfernt. Leider finden wir den Cache Ottilie bei Horb auf den ersten Anlauf nicht. Zu allem Überfluß regnet es in Strömen.

Am nächsten Tag sind wir etwas erfolgreicher und finden den Hochdorfer-Cache und den Cache Blair Witch Project 3. Das Wetter hat sich gebessert. Wir übernachten auf einem Wanderparkplatz.

Abendliches GrillenAbendessen in der untergehenden Sonne

Den 23. Mai beginnen wir mit dem Cache Versunkene Glocken. Danach geht die reise weiter nach Waldmössingen, wo wir die Aufgaben des Multi-Caches The Roman Tomb ausknobeln. Zum Großteil befinden sich die Stationen auf dem Gelände eines Tierparks, sodass der Cache eigentlich zur Nebensache wird.

Fabian mit ZiegeEin schönes Fleckchen, welches wir ohne Geocaching nicht gefunden hätten.

Der Weg führt uns weiter Richtung Hegau. Unterwegs sammeln wir sechs weitere Caches auf.

Burg WaldauBurgruine Waldau

Übernachtungsplatz nahe eines kleinen Sees zwischen Öfingen und Zimmern

Waldsee

Das Projekt, welches uns die nächsten beiden Tage beschäftigt, ist eine Reihe von Caches, welche die Hegau-Vulkane zum Inhalt haben. Die Hegau-Vulkane sind kleinere Berge, die aus der flachen Landschaft am Rande des Bodensees aufragen. Die Caches befinden sich jeweils in Gipfelnähe, was bedeutet, dass wir die nächsten Tage viel auf- und absteigen dürfen.

Blick über das Hegau auf den BodenseeBlick vom Hohenstoffeln über das Hegau. Im Hintergrund sieht man bereits den Bodensee.

Burg Hohenkrähen

Burg Hohenkrähen

Burg HohentwielBurg Hohentwiel

Von den Gipfeln der Vulkane sieht man bereits den Bodensee. Nachdem wir den Hegau-Multicache erfolgreich absolviert haben, geht es weiter an den Bodensee. Eigentlich ist er ja nicht so weit von unserer Heimat entfernt, aber trotzdem sind wir nicht oft dort. Um so schöner erleben wir ihn jetzt, im Frühling, bei der Schatzsuche.

Wenn wir schon hier sind, besuchen wir auch den Affenberg in Salem. Es ist ein schönes Erlebnis, und eigentlich haben wir nur Angst, dass wir Fabian nicht mehr mitnehmen dürfen (das ist nur Spaß – ehrlich!).

Fabian und ein AffenseniorNur einer von beiden wohnt auf dem Affenberg. Aber welcher?

Über den Affenberg könnte man eine eigene Seite füllen. Die Kleinen sind einfach zu drollig!

Nach dem wir am Bodenseee einige Caches finden konnten, geht es weiter Richtung Isny. Hier befindet sich die älteste Linde Deutschlands. Allerdings lotst uns das GPS-Gerät eine schmale Strecke entlang, die irgedwann in einem Wald verschwindet, der für unser Wohnmobil zu niedrig ist. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als umzudrehen. Weil aber die Landschaft so idyllisch ist und die Sonne so schön scheint, beschließen wir, diese Nacht einfach stehen zu bleiben. Wir sitzen in der Sonne und genießen die schöne Stimmung. Irgendwann kommt sogar der Bauer eines nahe gelegenen Hofes und bringt uns ein Körbchen Wachteleier.

Allgäu

Die Tor führt uns an den Rand der Alpen, wo wir eine Bergwanderung unternehmen und stundenlang nach dem angeblich ersten bayrischen Cache suchen. Auch eine ausgedehnte Radtour in den Lechauen steht noch auf dem Programm.

Nach zwei Wochen und insgesamt 37 gefundenen Caches endet unsere Tour am 4. Juni. Es war eine schöne Rundreise durch die nähere Heimat, bei der wir trotzdem viel Neues gesehen und herrliche Flecken kennen gelernt haben.

Fazit unserer ersten längeren Cachetour: Geocaching ist ein tolles Hobby, dass Technik und Outdoor auf faszinierende Weise verbindet. Wenn man dann noch ein Wohnmobil zur Verfügung hat, um auch ausgedehnte Touren über mehrere Tage unternehmen zu können, ist das ideal.