Mittwoch, der 6. August 2008

Brücke

Die Brücke in der Morgensonne

Unser Standplatz

Unser Standplatz 

Noch vor dem Frühstück machen Fabian und ich uns auf den Weg in die Festung, um den Cache zu suchen, für den wir gestern Abend zu spät dran waren. Die Festung ist sehr schön renoviert – mit Euromitteln, wie ein Schild am Eingang mitteilt.

In der Festung

Fabian in der Festung

Da ich die Renovierung mit meinen Steuern also auch bezahlt habe, finde ich es nur recht und billig, keinen Eintritt in die Festung bezahlen zu müssen. Die Koordinaten weisen uns den Weg zu einem Amphitheater aus Stahl.

Amphitheater

Hier hilt es, einen magnetischen Cache zu finden 

Na prima! Da kann man sich den Wolf suchen. Das tun wir auch. Erst nach ca. einer Stunde halten wir die Dose in den Händen. Sie ist sehr gut versteckt. Wenigstens befindet sich ein Travelbug darin, das entschädigt ein wenig.

Brücke

Antike trifft Moderne 

Nach Rückkehr am Wohnmobil gibt es für uns noch ein kleines Frühstück, dann werfen wir die Maschine an und lichten den Anker. Unser jüngstes Familienmitglied beginnt wieder mit seinem Geschrei, aber ich drehe einfach das Radio etwas lauter. Nach einigen Kilometern ist pötzlich Ruhe. Wahrscheinlich sieht der kleine Kater ein, dass das Geschrei nichts bringt und hält sein süßes Schnäuzchen. Nein, er ruht sich nur etwas aus und sammelt neue Kräfte für noch lauteres Geschrei.

Unser nächstes Ziel, Diakofto, erreichen wir gegen Mittag. Hier gibt es drei Caches auf halber Bergstrecke nach Kalavrita. Von Diakofto führt auch eine Zahnradbahn nach Kalavrita. Vor zehn Jahren (index.php?ID=235) haben wir diese Bahnfahrt gemacht. Heute wollen Annemarie und die Kinder wir aber nur am Strand stehen, während ich mit dem Roller in die Berge fahre. 

Wir stellen das Wohnmobil am Strand von Diakofto, direkt am Kieselstrand ab. Es steht noch ein weiteres Mobil und ein VW-Bus hier. Der Bus fährt aber kurze Zeit später weiter. Am Abend werden 12 italienische und französische Wohnmobile an diesem Strand einfallen und den Eindruck eines Campingplatzes hinterlassen. Besonders die Italiener fallen negativ auf, weil sie immer sofort eine Wagenburg bauen und ihr Mobiliar auspacken. Dass sich in Griechenland die Zeiten für Freisteher geändert haben, scheint sich noch nicht bis Italien herumgesprochen zu haben.

Aber zurück zum hier und jetzt. Nach unserer Ankunft stürzen wir uns ins Meer und essen dann einen griechischen Salat. Danach lade ich den Roller ab und mache mich auf den Weg in die Berge.

verbrannte Bäume 

Verbrannte Bäume

Verbranntes Haus

Opfer der letztjährigen Brände in dieser Gegend 

Verbranntes Dreirad 

Drei Caches liegen dort oben auf knapp 1000 Höhenmetern, nahe des Klosters Mega Spileo. Die Cachebeschreibungen lassen aber nichts Gutes vermuten. Einer der drei Caches wurde die letzten beiden Male nicht gefunden. Es liegt also die Vermutung nahe, dass er gemuggelt, also geklaut oder entfernt wurde. Die beiden anderen Caches sind aufgrund ungenauer Koordinaten nur schwer zu finden. Man soll das Hilfebild verwenden, welches ich mangels Internetverbindung leider nicht habe. Ich mache mich trotzdem auf den Weg. Der erste Cache befindet sich beim Kloster Mega Spileo. Leider jedoch nicht beim neuen Kloster, sondern, wie es aussieht, beim alten Kloster. Das liegt ca. 300 Meter höher und der Weg dorthin scheint gesperrt zu sein.

Mega Spileo

Das Kloster Mega Spileo 

Ich habe ohnehin keine Lust, bei brütender Hitze dort hinauf zu klettern und streiche den Cache von meine Liste. Die nächsten Caches liegen etwa 400 Meter tiefer in einem Tal, durch welches sich die Zahnradbahn von Diakfto nach Kalavrita windet. Es gibt eine Haltestelle auf der Strecke. Daran kann ich mich noch erinnern.

Bahnhof Mega Spileo

Der Bahnhof von Mega Spileo 

Die Haltestelle trägt den Namen Mega Spileo, stelle ich fest, als ich mit dem Roller dort ankomme. Ein kleiner, asphaltierter Weg endet hier. Die Koordinaten verweisen auf eine Stahlbrücke über den Bach, der sich in einer Klamm talwärts stürzt. Auf dieser Brücke queren Fußgänger und Wanderer den Bach gleichermaßen. Ich muss einige Zeit suchen, bis ich die Dose finde, aber ich finde sie – auch ohne Hinweisfoto. Der zweite Cache befindet sich 250 Meter weiter an der Bahnstrecke entlang. Diesen Cache kann ich, wie meine Vorgänger, nicht finden. Egal! Einen habe ich gefunden, also war der Ausflug in die Berge nicht umsonst. Eine Menge schöner Fotos habe ich auch geschossen.

Auf dem Rückweg ins Tal treibe ich das Rollerchen zu neuen Geschwindigkeitsrekorden an. Die Bergstrecke macht Spaß. Durchgeschwitzt aber glücklich erreiche ich die Familie, die immer noch badet und am Strand spielt und auch einen sehr zufriedenen Eindruck macht. Das Katerchen schläft schon den ganzen Nachmittag.

Ich stürze mich ins Meer und wasche mir Staub und Schweiß von der Haut. Anschließend setze ich mich mit Nakos, dem Katerchen an den Strand und lasse den kleinen Kerl die nähere Umgebung erkunden.

Diakofto

Der Hafen von Diakofto 

Am Abend sattle ich den Roller erneut, um die Familie wieder mit Gyros Pitta zu versorgen. Irgendwie ist unsere Ernährung im Augenblick etwas einseitig…

Nach dem Essen spielen wir noch etwas mit Nakos und Sissy, bzw. wir beobachten die beiden. Nakos schmiegt sich an Sissy und scheint sie als Mutterersatz auserkoren zu haben. Sissy fügt sich in ihre neue Rolle, obwohl ihr der kleine Kerl manchmal auf die Nerven zu gehen scheint.

Dreamteam

Das Dreamteam 

Ich sitze derweil da und schreibe unsere Erlebnisse auf. Ich habe einiges nachzuholen.

Videoschnipsel des heutigen Tages:

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