Freitag, der 29. August 2008

 Um 5:30 Uhr piepst mein Handy und signalisiert mir, dass es Zeit ist, aufzustehen. Nur ein Viertelstündchen möchte ich noch schlafen! Ich stelle die Weckzeit neu, und drehe mich um, um weiter zu schlafen. Aber Annemarie hat noch einen weiteren Wecker gestellt. Und der klingelt jetzt auch. Es ist noch stockdunkel, ich muss auf die Toilette, und so stehe ich auf, um zum Toilettenhäuschen zu gehen. Dort treffe ich Willi, der auch bereits wach ist.

Um 6:00 Uhr treffen alle Expeditionsteilnehmer am Strand ein. Es ist noch immer dunkel, aber am Horizont deutet sich schon die Dämmerung an. Im schwachen Licht der Morgendämmerung beladen wir die Boote und machen uns auf den Weg zur Insel. Außer Willis Boot fährt noch ein zweites Boot mit uns. Beim zweiten Boot handelt sich um Bekannte von Willi, die Willi gefragt haben, ob er ihnen die Höhle zeigen würde. Ihr Boot hat jedoch nur einen 4PS-Motor, während Willis Boot ja mit 25 PS  ausgestattet ist. Deshalb erreichen wir die Insel auch wesentlich früher, als die anderen. Wie in den letzten Jahren, gestaltet sich der Landgang als echtes Abenteuer. Das Boot darf die spitzen Felsen nicht berühren. Schließlich ist es geschafft. Wir sind an Land und das Gepäck auch. Willi selbst bleibt im Boot. Er war dieses Jahr schon in der Höhle und möchte heute auf die Boote aufpassen.

Anlegemanöver

Gefährliches Anlegemanöver 

Als das zweite Boot auch eingetroffen ist und die Passagiere an Land gegangen sind, machen wir uns auf den Weg zur Höhle.

Fußmarsch zur Höhle 

Nach etwa 20 Minuten Fußweg erreichen wir den Eingang. Es hat sich nichts verändert, seit ich das letzte Mal vor zwei Jahren hier war. Auch die Ziege, die bereits vor drei Jahren, damals noch mit Hautresten versehen, in der Felsspalte lag, ist noch da- jetzt als Skelett.

In der Höhle versuche ich, einige Filmaufnahmen zu machen. Fotos habe ich ja aus früheren Jahren mehr als genug.

Erkundungstrupp

In der Höhle

Tropfsteine

Wir bleiben auch nicht zu lange, denn wir wollen den armen Willi nicht zu lange im Boot warten lassen. Kurz vor 9:00 Uhr treten wir den Rückweg an. Unterwegs nehme ich zwei Ziegenköpfe mit. Einen für Andrea, die mich gestern Abend darum gebeten hatte und einen für einen Verwandten, der sich einen solchen für seine 'Ranch' gewünscht hat. Die Rückfahrt trete ich  im Boot der Freunde von Willi an. Ich darf das Boot zurück steuern. Boote mit 4 PS dürfen ja ohne Führerschein gefahren werden.

Willis Boot ist gut beladen

Willis Boot ist gut beladen 

Wieder auf dem Campingplatz, komme ich gerade rechtzeitig zum Frühstück. Danach packen wir die restlichen Sachen zusammen, denn heute wollen ja weiter fahren. Nachdem wir ver- und entsorgt und bezahlt haben, verabschieden wir uns bei allen Freunden und Bekannten und machen uns auf den Weg.

Zunächst fahren wir nach Pylos. Dort stellen wir das Wohnmobil im Hafen ab und gehen etwas um die Platia spazieren.

Pylos

Pylos 

Shoppingbummel

Shopping

Da es inzwischen schon Mittagszeit ist, essen wir hier auch eine Kleinigkeit. Danach geht die Fahrt weiter. Um uns etwas abzukühlen, fahren wir am neuen Campingplatz Erodios vorbei an den hinteren Bereich der Navarino-Bucht. Dort baden die Kinder, während ich mich in den Sand lege und fast zwei Stunden schlafe. Der frühe Aufbruch von heute Morgen fordert  ihren Tribut.

Parken an der Navarino-Bucht

Parken an der Bucht von Navarino 

Später fahren wir weiter. Wir möchten nach Romanos und uns anschauen, was dort gebaut wird. Die Engelhardts haben uns ja bereits berichtet, dass dort eine gigantische Hotelanlage gebaut wird. Was wir aber antreffen, als wir an den Strand von Romanos rollen, verschlägt einem den Atem. Riesige Abraumhalden verschandeln das Hinterland des einstmals herrlich unberührten Strandes von Romanos. So weit das Auge reicht, stehen Kräne und werden Betonburgen aus dem Boden gestampft. Davor erstreckt sich ein halb vertrockneter Golfplatz. Es ist eine Schande! Wir stellen das Wohnmobil an den Strand. Ein letztes Mal werden wir hier übernachten. 

Romanos

Romanos 

Golfplatz

Das soll mal ein Golfplatz werden…

Baustelle

… und das die zugehörige Hotelanlage!

Strand von Romanos

Wenn die Hotelanlage mal fertig ist, ist es mit der Idylle hier vorbei! 

Strand 

Baustelle

Dreckhaufen neben Haus

Dieser Anwohner wird auch nicht sonderlich glücklich über seine neuen Nachbarn sein 

Schon bald stellt sich ein Pforzheimer Wohnmobil neben uns. Ich werde vom Fahrer angesprochen, ob wir zufällig Familie Kaluza seien. Die Pforzheimer Familie ist zum ersten mal in Griechenland und verwendet unseren Reisebericht von 2006 ausgedruckt als Reisegrundlage. Sie haben Kinder, die im Alter zu unseren beiden passen. So spielen die Kinder einige Zeit miteinander, während wir Erwachsenen uns bis spät in der Nacht unterhalten.

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