Freitag, der 7. August 2009

Heute morgen brechen wir direkt nach dem Aufstehen auf. In Kato Vasiliki befindet sich ein Cache, den ich heute morgen noch holen möchte. Eigentlich ist der Cache nicht mal ein Kilometer von uns entfernt. Aber er befindet sich auf der anderen Seite des Felsenberges, an dem wir stehen. Der Weg um den Berg ist 15 Kilometer weit. Deshalb haben wir bereits gestern Abend beschlossen, dass ich das Wohnmobil am Abzweig nach Kato Vasiliki stehen lasse und dann kurz zum Cache fahre. Annemarie und die Kinder können derweil frühstücken. Als wir aber an dem Abzweig ankommen, beschließen wir spontan, doch mit dem Wohnmobil bis zum Cache zu fahren. Es lohnt sich! Wir finden einen schönen Badeplatz, wiederum direkt an an einer Steilwand, und sind uns sofort einig, dass wir zumindest heute hier bleiben wollen. Den Cache finde ich natürlich auch. Ich kann ihn in der Badehose suchen.

Die Cacheposition, der Felsen und unser heutiger Strand

Bis Nachmittag bleiben wir hier. Der Strand und die ersten Meter im Wasser sind voller Seegras. Danach beginnt aber herrlicher Sandboden, der direkt bis an die Felswand reicht. Wir baden und toben den ganzen Tag im Wasser.

Auch hier fließt eine Süßwasserquelle ins Meer. Das Wasser hier ist leicht schwefelhaltig. In Bildmitte ist eine Seeschlange zu erkennen

Ich bekomme etwas zu viel Sonne ab und hole mir einen Sonnenbrand. Die Kinder waren besser eingeschmiert. Am Nachmittag wirft der Berg seinen Schatten fast über den ganzen Strand und ein starker Wind kommt auf. Wir beschließen, dass es jetzt zu ungemütlich wird und brechen auf.

Wir lassen die Brücke von Antirio nach Rio rechts liegen und rollen auf Nafpaktos zu. Annemarie und ich haben schon den ganzen Nachmittag diskutiert, ob und warum wir auf die Insel Euböa müssen. Annemarie hat im Internet gelesen, dass dort große Waldbrände wüten und Sarah möchte andere Kinder treffen, die es auf der Euböa sicher nicht gibt, denn dort fahre doch niemand hin. Da kommt ihr der Anruf von Barny gerade recht. Wir stellen das Wohnmobil in eine Parkbucht und erfahren von Barny und Ulli, dass sie schon ein Viertel der Euböa abgegrast, aber keine lohnenswert schönen Plätze gefunden hätten. Für ein Wohnmobil wie unseres seien die Zufahrten und Stellplätze ohnehin meist zu eng. Barny und Ulli überlegen gerade, die Euböa wieder zu verlassen und auf die Peloponnes zu fahren. Sie würden uns auf jeden Fall nochmals anrufen und über ihr weiteres Vorgehen informieren. Als das Telefonat geendet hat, stehen wir noch einige Zeit ziemlich ratlos in der Parkbucht und beratschlagen, was jetzt jetzt zu tun sei. Weiterfahren ist sinnlos. Wenn Barny keine schönen Stellen gefunden hat, werden wir auch keine finden. Zumal wir die gleichen Plätze herausgesucht haben und anfahren wollten. Wir beschließen, zunächst nach Nafpaktos zu fahren, das sind nur wenige Kilometer, und dort den Anruf von Barny abzuwarten. Außerdem gibt es in Nafpaktos einen Cache.

Die Stadt ist groß, schön und lebendig. Wir stellen das Wohnmobil am Stadtrand ab und stürzen uns ins Getümmel. Sarah und Annemarie zum shoppen, ich zum Cachen und Fabian bleibt im Wohnmobil. Er kann sich nicht von seinem Nintendo DS lösen.

Dieses griechische Wohnwagengespann haben wir heute am Strand von Nafpaktos gesehen. Es lag wirklich jemand im Zelt!

Nachdem ich den Cache gefunden habe, fahre ich mit dem Roller noch etwas durch die Stadt und komme an einem Vodafone-Laden vorbei. Hier hat man das iPhone 3GS mit 16GB vorrätig. Ich bitte mir Bedenkzeit bis morgen aus und fahre zum Wohnmobil zurück. Der Preis, den man hier in Griechenland für das Gerät bezahlt, ist günstig im Vergleich zu den Preisen, die in Deutschland dafür verlangt werden. Wahrscheinlich werde ich mir das Gerät morgen früh holen.

Der malerische Hafen von Nafpaktos

Als auch Sarah und Annemarie wieder beim Wohnmobil sind, fahren wir etwas aus der Stadt heraus und stellen das Wohnmobil neben einer Baustelle in Strandnähe ab. Hier werden wir übernachten.

Barny meldet sich per SMS: sie brechen die Euböa-Erkundung ab und fahren morgen auf die Peloponnes. Wir werden es ihnen gleich tun. Vereinbarter Treffpunkt: Morgen Abend in Metamorfosi. Für alle, die auf unsere Euböa-Erlebnisse gewartet haben, tut es mir leid. Aber wir werden dieses Abenteuer ausfallen lassen. Erholung ist uns wichtiger als endloses frustrierendes Platz suchen. Vor allem auch mit Rücksicht auf unsere Kinder.

Übrigens: Als wir heute in Nafpaktos angekommen sind, hat es ein kleines bisschen geregnet. In der Bergen ist sicher mehr Regen herunter gekommen, denn im Hinterland sah der Himmel sehr schwarz aus.

Heutige Karte:

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