Das Fliegen habe ich nicht aufgegeben!

Im Jahr 2009 war ich mir nicht sicher, ob ich mit dem Fliegen weitermachen würde. Seit dem Jahr 2010 hatte ich diesen Blog nicht mehr fortgeführt. Deshalb in Kürze eine Entwarnung: ich habe dieses schöne Hobby nicht aufgegeben. Ich fliege mehr denn je. 2010 habe ich mir eine komplett neue Ausrüstung zugelegt. Als Gleitschirm flog ich jetzt einen schwarzen Sky Anakis:

Inzwischen habe ich diesen Schirm wieder in Zahlung gegeben, bin aber der Marke Sky treu geblieben. Seit März 2016 nenne ich einen Sky Apollo mein Eigen:

Ich bin jedes Jahr mindestens einmal zum Fliegen unterwegs und werde künftig wieder von meinen Flugerlebnissen berichten.

Wie geht’s weiter?

Praxis ist beim Fliegen sehr wichtig. Leider fehlt es mir in den letzten Jahren an den notwendigen Flugstunden. So verliere ich die Erfahrung und ein Höhenflug würde jetzt schon ein Risiko darstellen.

Deshalb stehe ich vor der Frage, wie es mit dem Gleitschirmfliegen weiter gehen soll. Mein Schirm ist 10 Jahre alt und sollte durch einen Neuen ersetzt werden. Letztes Jahr habe ich ihn nochmals prüfen lassen und erhielt noch für zwei Jahre ein neues Prüfsiegel. 2009 ist das zweite Jahr. Ich müsste also nächstes Jahr ca. 4000,- Euro zusammen kratzen, um einen neuen Schirm zu kaufen. Das wird mir das Fliegen aber nicht wert sein. Also widme ich mich wahrscheinlich meinen anderen Hobbies und pflege die Erinnerung an das vogelfreie Fliegen.

Vielleicht schaue ich auch mal auf einem der Segelflugplätze unserer Gegend vorbei?

Update 2018: Ich habe das Fliegen doch nicht aufgegeben!

Fliegerlinks

Mit dieser Flugschule habe ich meinen A-Schein gemacht. Innerhalb von zwei Monaten konnte ich alle erforderlichen Lehrgänge vom Grundkurs über die Theorie bis zur A-Schein Höhenschulung ‚durchziehen‘. Ich war sehr zufrieden und es hat großen Spaß gemacht.

Der Hersteller meines Varios und leider auch der zugehörigen Flugbuchsoftware. Die Site ist nichts besonderes, die Software auch nicht. Ich gebe die Hoffnung jedoch nicht auf, dass es irgendwann noch mal eine vernünftige Version zum herunterladen gibt, deshalb dieser Link.

Die Homepage von Nova Wings, die mir meine Flügel verliehen haben.

Ich fliege zur Zeit einen roten X-Act 123, mit der DHV-Einstufung 1-2. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit diesem Schirm. Der Jungfernflug mit diesem Schirm war im Übungsgelände Wiesensteig, Anfang September 1999.

 

Unsere Höhenschulung im Zillertal fand zusammen mit der Flugschule Bielefeld statt. Götz, der Inhaber der Flugschule war uns ein toller Lehrer.

Die offizielle Homepage unserer Höhenschulung im September 1999 mit der Flugschule Göppingen im Zillertal. Hier findet Ihr alle Bilder, aber auch jede Menge andere Fliegerinfos. Unbedingt besuchen!

Südtirol Ostern 2005

Über Ostern 2005 fahren wir mit unseren Freunden, Familie Ertl, nach Saltusio in Südtirol zum Fliegen. In diesem Jahr hat hier ein neuer Campingplatz eröffnet. Er liegt strategisch günstig in unmittelbarer Nähe der Talstation der Hirzer-Bergbahn. Wir waren schön öfter am Hirzer fliegen. In den Jahren zuvor konnten wir unser Wohnmobil auf dem Gelände des Torgglerhof abstellen. Mit steigender Fliegerzahl wurde es auf dem Hof jedoch zu eng, deshalb ist es gut, dass jetzt ein Campingplatz zur Verfügung steht.

Am 25. März brechen wir auf. Irgendwo in den Bergen übernachten wir auf einem Parkplatz.

Blick ins TalMorgendlicher Blick ins Tal

Der neue Campingplatz

Blick auf den Campingplatz, von der Seilbahn aus

Unser Domizil

BrotzeitBrotzeit an der Bergstation

Warten auf den StartMir geht es nicht so gut. Einen Tag später liege ich mit Fieber im Wohnmobil.

MargretMargret kommt nach langer Baby-pause auch mal wieder zum Fliegen

Achim am StartAchim am Start: Kontrollblick…

… und weg!

Achim gestartet

Kinder essen im BergrestaurantBergluft macht hungrig

Ausflug nach MeranOsterausflug nach Meran. Ich liege währenddessen mit Fieber im Wohnmobil.

Nachdem es mir wieder etwas besser geht, beschließen wir, den Urlaub abzubrechen und nach Hause zu fahren. Immerhin war ich wieder einmal in der Luft.

Icaro 2000 im Frühjahr 2003

Unser erster Wohnmobilausflug in der Saison 2003 führt uns an den Lago Maggiore. In Laveno stoßen wir zufällig auf das Fliegercamp auf dem Landeplatz des Drachenherstellers Icaro 2000. Wir erfahren, dass viele Flieger über Ostern hier her kommen. Rund um die Landewiese ensteht für einige Tage ein unorganisierter Campingplatz.

Blick auf die Landewiese
Blick auf die Landewiese

Die Flieger kommen mit Wohnmobilen, Wohnwagen oder Zelten und lagern rund um die herrlich große Landewiese.


Unser Plätzchen an Rande der Wiese

Auch und gerade für Kinder ist das ein toller Platz. Hier können sie sich so richtig nach Herzenslust austoben und sind den ganzen Tag an der frischen Luft, während die fliegenden Elternteile sich über ihren Köpfen mit dem Element Luft und dessen Tragfähigkeit auseinander setzen.

Achim Kaluza im Landeanflug
Achim im Landeanflug

Wer nicht am Himmel herum kreist und die stabile Thermik zu stundenlangen Flügen nutzt, macht es sich am Boden im Liegestuhl bequem. Wir haben Glück und genießen die ersten warmen Sonnenstrahlen in diesem Jahr.


Abendflug über der Bergstation

April 2000: Südtirol

Vier Wochen Urlaub und nicht fliegen? Das geht nicht. Nach drei Wochen Sardinien zieht es mich in die Berge. Gerhard und Margret sind inzwischen in Südtirol und so beenden wir den Urlaub auf sicherem Boden und fahren quer durch Norditalien nach Südtirol.

Am Morgen des Ostersonntag kommen wir an unserem neuen Ziel an: Salthaus am Hirzer, ungefähr 10 Kilometer von Meran entfernt. Nach herzlicher Begrüßung unserer Freunde, der Ertls und dem besuch des Osterhasen machen Gerhard und ich uns mit den Motorrollern (ja, Gerhard hat jetzt auch einen!) auf den Weg zum Startplatz. Dieses Wochenende ist Gerhards frühere Flugschule hier und daher können wir das gemietete Taxishuttle zur Hochwies mitbenutzen. Drei schöne Abgleiter mit 1000m Höhendifferenz gelingen uns heute. Thermisch ist niecht so viel los. Ich kann mich zwar nullschiebernd einige Zeit auf 500 Metern über dem Landeplatz halten, aber besonders aufregende Flüge gelingen heute nicht.

Gerhard im Landeanflug

Wie kam ich zum Gleitschirmfliegen?


… fly away …

Schon lange träumte ich davon, mit dem Gleitschirm von einem Berg starten und ins Tal schweben zu können. Vor ca. 13 Jahren absolvierte ich mit Freunden einen zweitägigen Schnupperkurs in Tübingen. Es war ein schönes, aber anstrengendes Wochenende. Der Übungshang war recht kurz und die Gleitzahl der Ausbildungsschirme schlecht, wir kamen jedenfalls kaum in die Luft. Den notwendigen Kick, mich danach zu einem Kurs anzumelden, bekam ich durch das Schnupperwochenende jedenfalls nicht. Ich träumte weiter…

Einige Jahre später kam wieder einer meiner Kollegen auf die Idee, einen Gleitschirm-Schnupperkurs zu belegen und frage mich, ob ich Lust hätte, mitzumachen. Natürlich hatte ich Lust. Der Kurs fand diesmal in Hausen, auf der schwäbischen Alb statt und da der Übungshang jetzt höher war, kamen wir bei diesem Kurs auch einige Male in die Luft. Aber auch nach diesem Wochenende meldete ich mich nicht zum Grundkurs an.

Insgeheim bestand der Wunsch, fliegen zu können, aber weiterhin. Durch die Geburt der Kinder verlor ich die Sache etwas aus den Augen. Wann immer ich jedoch einen Flieger kennen lernte, fragte ich ihm Löcher in den Bauch.

Im Juni 1999 lernen wir in Griechenland die Familie Ertl kennen. Gerhard und Margret sind Gleitschirmflieger und so unterhalten wir uns nächtelang über diese faszinierende Sportart. Drei Tagen verbringen wir gemeinsam am Strand von Kalogria. Schließlich wird es Zeit, sich zu verabschieden. Für Familie Ertl ist der Urlaub vorbei. Beim Abschied vereinbaren wir ein Wiedersehen in Deutschland, eventuell verbunden mit einem Ausflug in die Alpen. Gerhard meint, vielleicht könne er zu diesem Ausflug einen Tandemschirm mitnehmen…

Zwei Wochen nach unserer Rückkehr aus Griechenland telefonieren wir mit den Ertls und schnell ist für das kommende Wochenende ein gemeinsamer Ausflug ins Allgäu vereinbart. Drei Flüge mit dem Tandemschirm kann ich an diesem Wochenende mitmachen. Die Erlebnisse dieses Wochenendes geben mir die Bestätigung, dass ich selbst die erforderliche Ausbildung zum Gleitschirmpilot machen muss. Ich melde mich zum Grundkurs an.

Januar 2000 – Mit dem DFC Starzeln in Bezau

Am 3. Januarwochenende 2000 findet die diesjährige Ausfahrt des DFC Starzeln nach Bezau statt. Gerhard fragt mich, ob ich Lust hätte mitzukommen. Nachdem der für das vorangehende Wochenende geplante Ausflug zum Stubai-Cup ins Wasser gefallen ist, habe ich Lust. Ich packe alle warmen Klamotten, die ich finden kann zusammen und am Freitagmittag machen wir uns auf den Weg.

Als wir am Nachmittag in Bezau ankommen, ist das Wetter super: blauer Himmel, Schnee und einige Gleitschirme am Himmel. Wir essen eine Kleinigkeit und fahren dann mit der Bergbahn zur Mittelstation, wo der Verein für dieses Wochenende eine kleine Berghütte gemietet hat.

Für Gerhard hat unser Ausflug eine Schattenseite. Letzte Woche hat er einen neuen Gleitschirm bestellt. Bis zu unserer Abfahrt ist er jedoch nicht geliefert worden. So muss er dieses Wochenende wohl oder übel mit seiner alten ‚Tüte‘ fliegen.

So nach und nach treffen alle Teilnehmer der Ausfahrt ein. Es wird bereits dunkel, als wir uns zum Restaurant von Toni Innauer aufmachen. Es liegt nicht weit von unserer Hütte entfernt, direkt an der Mittelstation der Seilbahn. Knut hat für die ganze Mannschaft ‚Schniposa‘ bestellt.

Nach einem ausgedehnten Abendessen geht es zurück zur Hütte. In einem der Nachbarhäuser findet heute eine 40er-Feier statt. Als wir lärmend vorbei ziehen, werden wir von einem der Gäste aufgefordert ‚reinzukommen. Wir sind sowieso gerade in Feierlaune, also folgen wir der Einladung nach kurzem Kriegsrat.

Die Party, die drinnen eigentlich stattfinden soll, macht einen etwas ‚eingeschlafenen‘ Eindruck. Der Grund besteht wahrscheinlich in der Tatsache, dass Gabi, die heute ihren 40. Geburtstag feiert, krank im Bett liegt und außerdem einige der geladenen Gäste abgesagt haben.

So gesehen schickt uns wohl der Himmel, denn wir bringen Stimmung in die Bude. Hoffentlich gefällt es den Feiernden genauso wie uns – jedenfalls endet der Abend mit Purzelbäumen, einer Polonese und anderthalb leeren Fässern Kölsch.

Es ist recht spät, als die letzten von uns in ihre Schlafsäcke kriechen. Unser selbstaufopfernder Einsatz an der Kölsch-Front bleibt nicht ungesühnt. Einige ‚Kampftrinker‘ machen am nächsten Morgen einen etwas zerknitterten Eindruck.

Na ja, nach einem leckeren Frühstück geht es allen wieder ‚den Umständen entsprechend‘ ganz gut.

Die Sonne strahlt und lockt uns auf den Berg. Es ist zwar eisig kalt, aber das macht einem Süchtigen nichts aus. Von der Bergstation bis zum Gipfelstartplatz muss man noch ca. 100 Höhenmeter zu Fuß überwinden. Ich bereue jedes Glas Kölsch, das ich gestern getrunken habe.

Leider ist der Wind heute nicht so ideal. Den ganzen Tag kommt er in unterschiedlicher Stärke aus nördlicher bis östlicher Richtung. Zum Start Richtung Bezau braucht man aber Südwind. Keiner braucht sich daher heute seiner Startabbrüche zu schämen.

Nachdem Ulla (von der Geburtstagsfeier) gestern Abend Interesse an einem Tandemflug gezeigt hat, trifft sie sich heute mit Gerhard am Startplatz und lässt sich in die Starttechnik einweisen.

Leider gelingt an diesem Tag aufgrund der Windverhältnisse kein Tandemstart. Einige von uns steigen vom Gleitschirm auf Ski um, andere verharren am Startplatz und steigen nach etlichen Fehlstarts, verpasster Talfahrt und einbrechender Dunkelheit zu Fuß zur Hütte ab. Knut kommt als letzter dank seiner Ski in die Luft und landet, reichlich spektakulär, direkt vor der Hütte.

Ich kann an diesem Abend trotzdem zwei schöne Gleitflüge in mein Flugbuch eintragen. Höhendifferenz zwischen Start- und Landeplatz 1100m. Flugzeit beider Flüge ca. 13 Minuten. Thermik: keine.

Heute wird gekocht.Knut kocht drei Badewannen voll Eintopf, während Tschai einen Tschai zubereitet (ist was zu trinken: heiß, mit Tee, Rotwein und einigen geheimen Zutaten – nach eigener Aussage spuckt er auch hinein, daher wahrscheinlich auch der Name).

Egal was drin ist: es schmeckt allen hervorragend und die Stimmung ist gut. Nach dem Essen gibt’s einen kurzen Arbeitseinsatz, und als alles aufgeräumt ist, gehen wir zum gemütlichen Teil über und lassen uns von Josef über die Junginger Lokalpolitik aufklären.

Heute wird es nicht so spät, denn der gestrige Abend steckt uns noch in den Knochen …

Am Sonntagmorgen scheint wieder die Sonne. Nach dem Frühstück packen wir die Taschen und fahren mit der Bahn ins Tal, um das Gepäck bereits im Auto zu verstauen. Wenn das erledigt ist, können wir eventuell bereits nach dem letzten Flug im Tal bleiben.

Danach fahren wir erneut auf den Gipfel. Heute starten Tschai, Gerhard und ich nicht vom oberen Startplatz, sondern wir legen direkt neben der Bergstation aus.

Obwohl dieser Startplatz fast 100 Meter niedriger liegt, als der obere, sind die Flüge heute länger. Mein zweiter Flug dauert bereits 20 Minuten. Chiara und Uwe, die vom oberen Startplatz etwas später gestartet sind, bleiben lange oben und kratzen gehörig an den am Nachmittag aufziehenden Wolken.

Gegen 15 Uhr zieht der Himmel zu. Wir müssen ohnehin noch einmal auf die Hütte, um den Eintopf von gestern aufzuessen und die Hütte zu putzen. Gegen 16 Uhr verabschieden wir uns, fahren mit der Bahn ins Tal und machen uns auf den Heimweg.

Schön war’s! Leider sind die Wochenenden sooooo kurz!